Unterwegs E-Mails checken, die aktuelle Tageszeitung lesen und die Börsendaten überprüfen. Immer mehr Menschen sind unterwegs online, nicht nur per Handy oder Notebook, sondern neuerdings auch mit der Zwischenform: Den Netbooks. Die sind klein, handlich, leichter als normale Notebooks und besser zu handhaben als Handys.
Kein Wunder, dass die Mobilfunkbetreiber die praktischen Mini-Netbooks für ihre Marketing-Zwecke entdeckt haben und gemeinsam mit Datentarifen anbieten. Ob sich das für die Kunden lohnt, hängt stark vom Nutzungsverhalten ab. Vodafone und T-Mobile wollen für ihre Datenflatrates inklusive subventioniertes Netbook rund 40 Euro im Monat, in zwei Jahren macht das ganze 960 Euro.
Zum Vergleich: Ein Netbook kostet im Durchschnitt 300 Euro, eine monatliche Surf-Flatrate ohne Mindestvertragsaufzeit gibt es bei Klarmobil für 19,95 Euro (bis zu 5 GB ohne Geschwindigkeitsdrosselung) oder für 9,95 Euro (bis zu 500 MB ohne Geschwindigkeitsdrosselung). Das sind inklusive Netbook und Surfstick (39,95 Euro) auf zwei Jahre rund 820 Euro bzw. 580 Euro Euro, also rund 140 Euro bzw. 380 Euro weniger.
Internet-Surfer, die nur ab und zu mobil online gehen, sparen mit einer Tagesflatrate, wie sie unter anderem Mobilfunk-Discounter Fonic anbietet.
Beispiel: Ein Verbraucher kauft für rund 300 Euro ein Netbook und geht rund vier Mal pro Monat unterwegs online. Nutzt er dafür die Tagesflatrate von Fonic für 2,50 Euro, gibt er im Monat zehn Euro für die Datennutzung aus. Sollten es mehr Surftage werden berechnet Fonic nie mehr als zehn monatliche Surftage, also maximal 25 Euro pro Monat. Das Starterpaket inklusive Datenstick kostet derzeit online 39,95 Euro inklusive einen Tag kostenloses Surfen. Mit dieser Variante würden die Kunden in zwei Jahren inklusive Surf-Stick und Netbook rund 600 Euro ausgeben, 360 Euro weniger als bei einem subventionierten Netbook mit Laufzeitvertrag.
Fazit: Erst das eigene Nutzungsverhalten genau analysieren und sich dann für einen Vertrag entscheiden. Bei Zwei-Jahres-Laufzeitverträgen zahlt man auch dann, wenn man das Internet gar nicht mehr nutzt. Mit Prepaid-Varianten bleiben mobile Surfer wesentlich flexibler.