Die minutengenaue Abrechnung vieler Mobilfunkanbieter kostet Handy-Kunden viel Geld. Denn selbst wenn ein Gespräch nur 30 Sekunden dauert, müssen die Anrufer den vollen Minutenpreis bezahlen.
Einer Studie der Universität Frankfurt zufolge, dauern 60 Prozent der Handy-Gespräche weniger als eine Minute, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Demnach bleiben 20 Prozent der Gespräche sogar unter 20 Sekunden. Finanziell sehen die Auswirkungen für Kurztelefonierer folgendermaßen aus: Wer bei einem Minutenpreis von zehn Cent telefoniert und 100 Anrufe à 30 Sekunden führt, zahlt zehn Euro. Erfolgte die Abrechnung sekundengenau, würde er nur die Hälfte bezahlen.
Einen 1/1-Takt hat allerdings kein Mobilfunkanbieter im Angebot. Das höchste der Gefühle ist eine sekundengenaue Abrechnung nach der ersten Gesprächsminute, die stets voll berechnet wird. Bei den Discount-Anbietern rechnen unter anderem Alditalk, Blau (Klassik-Tarif), Ja Mobil (Partner-Tarif), Penny (Partner-Tarif), Plus (Klassik-Tarif) und Tchibo im 60/1-Takt ab.
Bei einigen Mobilfunkverträgen ist es möglich, gegen einen monatlichen Zuschlag in den Zehn-Sekunden-Takt zu wechseln. Ob sich das lohnt, hängt vom eigenen Telefonierverhalten ab, und sollte genau nachgerechnet werden. Als Grundlage für die Entscheidung empfiehlt sich die monatliche Auflistung der Gespräche. Kunden könnten sich bei ihrer Kundenbetreuung über den möglichen Takt-Wechsel informieren.