Softphone
Am schnellsten realisiert ist ein sogenanntes Softphone. Hierbei wird ein Programm auf dem PC installiert, das ein Telefon auf dem Bildschirm simuliert. Kostenlos erhältlich ist z.B. X-lite von Counterpath. Telefoniert wird mit einem Headset - ein Kopfhörer mit integriertem Mikrofon - das an der Soundkarte des PC eingesteckt wird. Wer ein Laptop zum Telefonieren nutzt, kann natürlich auch über den eingebauten Lautsprecher und Mikrofon telefonieren. Das populäre Skype gehört auch zu den Softphones, allerdings besteht keine Möglichkeit, über Skype ein anderes Softphone anzurufen, das nicht zu Skype gehört. Größter Nachteil aller Softphones: Zum Telefonieren muss der PC eingeschaltet sein. Beispielsweise bei Sipgate kann man das Programm X-lite herunterladen, so dass es im Zusammenhang mit einem Anschluss bei diesem entsprechenden Anbieter gleich verwendet werden kann.
Die Alternative ist die Verwendung eines VoIP-Modems bzw. einer VoIP-Telefonanlage. Hier ist beispielsweise der Hersteller AVM am Zuge. Größter Vorteil dieser Methode: Das bisherige Telefon kann weiter verwendet werden und der PC wird zum Telefonieren nicht benötigt. Ein VoIP-Modem ist gleichzeitig das DSL-Modem und kann selbsttätig, ohne eingeschalteten PC, die Verbindung ins Internet aufbauen. AVM verlangt für die "FRITZ!Box Fon", eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten VoIP-Modems, den stolzen Preis von 140 Euro. Ein Gerät von Hama beispielsweise ist mit 15 Euro für deutlich kleineres Geld zu haben, bietet zwar nicht so viel Komfort, stellt aber die Grundfunktionen sicher.
IP-Telefon
Die dritte Variante ist die Verwendung eines speziellen IP-Telefons. Das "snom 300 snow" von snom kostet 115 Euro, das "Pro SPA921 1-line" von Cisco ist dagegen schon ab rund 65 Euro zu haben, bietet aber auch nicht viel Komfort. Ein IP-Telefon wird an das DSL-Modem angeschlossen und wählt sich ebenfalls selbsttätig in das Internet ein. Die Bedienung gleicht der eines gewöhnlichen Telefons. Lediglich der Verbindungsaufbau dauert ein wenig länger.