Die Erotik-Falle
Der Nepp: Nirgendwo ist das Internet heißer als auf den Seiten, die sich um Sex und Co. drehen. Denn auch die Anbieter wissen, dass Besucher von Erotikseiten am liebsten anonym bleiben und im Zweifelsfall lieber bezahlen, bevor zum Beispiel ein Datenklau oder eine finanzielle Abzocke zur Anzeige gebracht wird. Seien Sie also besonders vorsichtig mit Ihren Daten und verwenden Sie in diesem Milieu am besten keine Kreditkarten oder zumindest nur die Prepaid-Variante mit wenig Aufladung. Die beliebte oben beschriebene Abofalle wird hier zum Beispiel oft mit einer „kostenlosen“ Mitgliedschaft kombiniert. Null Euro kostet aber im Zweifelsfall nur folgender Rat: Lassen Sie es! Von der kostenlosen Registrierung bis zur kostspieligen Mitgliedschaft ist es bei einem genaueren Blick in die AGB oft nur ein kleiner Klick.
Der Rat: Der Anbieter der angeblich kostenlosen Erotikseite will plötzlich Geld für seine Dienste? Natürlich können Sie sich auch hier auf stur stellen. Größere Anbieter in diesem Segment fechten Ihre Ansprüche allerdings auch bis zum Schluss durch und kennen genau die Rechtslage. Internetnutzer über 18 Jahren müssen ihr „Lehrgeld“ deswegen leider oft zahlen. Sollte dagegen ein Minderjähriger in eine solche Falle getappt sein, hat er noch einmal Glück gehabt. In aller Regel bräuchte er für den Besuch einer nicht jugendfreien Seite und den Abschluss eines Abos die Zustimmung seiner Eltern. Hatte er diese nicht, ist der Vertrag grundsätzlich unwirksam.
Die Foren-Falle
Der Nepp: Wer auf einen Abzocker hereingefallen ist, sucht oft im Internet nach Hilfe. Das kann leider wiederum ins Auge gehen, denn manche fiesen Trickser haben eigene Foren erstellt oder sich in bestehende eingeschlichen. Da wird dann ganz bewusst falsch beraten. Zunächst wird Mitgefühl geheuchelt, Vertrauen aufgebaut und dann ein „guter“ Rat gegeben nach dem Motto: „Spar Dir den ganzen Ärger und bezahl lieber, sonst kommen nur noch Anwaltskosten mit dazu. Bei mir war das auch so...“.
Der Rat: Bleiben Sie kritisch, auch wenn es sich um bekannte Foren handelt. Auch bei mancher Computerzeitschrift wird nicht jeder Beitrag gelesen, bevor er online geht. Und nicht jeder Moderator ist auch gleich ein echtes Redaktionsmitglied. Wenden Sie sich im Zweifel besser an eine Verbraucherzentrale oder einen Fachanwalt für Nepp im Netz, den Sie zum Beispiel auf abzockenews.de finden.