Im Gegensatz zum Computer werden internetfähige Handys und Smartphones sicherheitstechnisch meistens vernachlässigt. Das ist gerade bei geschäftlich genutzten Geräten problematisch. Welche Programme es zum Schutz gibt und was sie bringen.
Auch wenn Viren und Trojaner für Handys noch nicht sonderlich verbreitet sind, sollte man mögliche Sicherheitslücken besser schließen. Ein Angriff auf das Handy kann per SMS, MMS, per E-Mail, beim Surfen im Internet oder über Bluetooth erfolgen. Je nachdem welche Schadprogramme zum Einsatz kommen, bringen sie die Geräte zum Abstürzen oder dienen gezielt dazu, Daten des Handynutzers zu stehlen.
Generell gilt dasselbe wie für den Umgang mit dem PC: Mit unbekannten Anwendungen vorsichtig umgehen und Bluetooth unterwegs ebenso wie WLAN am besten ausschalten. Das Problem: Trotz aller Vorsicht können Schadprogramme auch per MMS oder SMS auf das Handy gelangen.
Die US-Sicherheitssoftware-Firma
Trust Digital warnte davor, dass Eindringlinge lediglich durch den Versand einer SMS die Kontrolle über ein Mobiltelefon übernehmen können. So könnte das Handy dazu gebracht werden, unbemerkt bestimmte schädliche Websites aufzusuchen oder Informationen zu verschicken. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sein Handy deshalb schützen. Eine Jahreslizenz der
Kapersky Mobile Security kostet beispielsweise 24,95 Euro. Das Paket enthält neben Virenschutz, einer Firewall und einem SMS-Spam-Filter auch einen Diebstahlschutz. Auch Norton bietet für verschiedene Handy-Betriebssysteme eine Smartphone-Security.
Schutz bei Diebstahl
Wird das Handy gestohlen oder geht verloren, kann man es per SMS sperren, solange nicht das vorher festgelegte Passwort eingegeben wird. Alternativ kann man den Speicher auch per SMS-Befehl löschen lassen, damit niemand Zugriff auf wichtige Daten erhält. Da gestohlene Handys meist mit einer neuen Sim-Karte betrieben werden, sorgt die Funktion Sim-Watch dafür, dass dem rechtmäßigen Besitzer des geklauten Gerätes eine SMS mit der Handy-Nummer des neuen Nutzers zugesandt wird, ohne dass dieser es merkt.
Generell sollte man jedes Smartphone wenn möglich mit einem zusätzlichen Passwort versehen und sensible Daten nicht mit sich herumtragen. Vor dem Kauf eines Sicherheitspaketes empfiehlt es sich zu überprüfen, ob die gewählte Software mit dem eigenen Gerät kompatibel ist.