Tipps – worauf Handykäufer achten sollten
Große Tasten, großes Display: Bauartbedingt haben Klappengeräte einen Vorteil gegenüber normalen Handys, weil bei diesen Modellen Tasten und Display in aller Regel größer ausfallen. Das erleichtert die Bedienbarkeit. Zudem brauchen die Klappenhandys keine Tastensperre, um ungewollte Bedienung zu verhindern. Aber: ausprobieren, ob man mit dem Klappmechanismus problemlos zurechtkommt! Wichtig: Die einzelnen Tasten sollten klar voneinander getrennt und eindeutig gekennzeichnet sein. Außerdem brauchen sie einen deutlichen Druckpunkt. Von Bedeutung ist auch die Größe der Navigationstaste – am einfachsten zu bedienen ist dabei in aller Regel eine Fünf-Wege-Navigation (rechts, links, oben, unten, Mitte). Gut zu wissen: Die Größe der Schrift auf dem Display hat nur bedingt etwas mit der Display-Größe selbst zu tun. Die hohe Pixelzahl bei den Handy-Displays führt nicht zwangsläufig dazu, dass man die Bildschirme besser ablesen kann. Ganz im Gegenteil: Mit steigender Auflösung werden die Pixel kleiner. Damit bringen die Hersteller zwar mehr Informationen auf dem Display unter, aber die Schrift schrumpft. Achten sollte man auch darauf, dass die Anzeige kontrastreich ist – dies erleichtert das Ablesen.
Wenige Funktionen, aber bequeme Handhabung: Die Funktionsflut, die moderne Handys bieten, ist nicht unbedingt nötig. Am besten überschaubar sind die Funktionen noch bei preiswerten Geräten. Deshalb haben die Warentester parallel zu den Seniorenhandys auch drei sogenannte „Einfach-Handys“ unter die Lupe genommen. Von denen bekamen zwei die Note „befriedigend“, eines schnitt nur mit „ausreichend“ ab. Die beste Beurteilung erhielt das Nokia 3710 fold, ein Klapphandy mit Farbdisplay (im Internet ab ca. 140 Euro erhältlich). Nachteil der Einfach-Handys: Ihnen fehlt oft die angenehme, durchdachte Handhabung der Oberklasse-Modelle. Eine große Rolle spielt auch das Menü. Ist es übersichtlich und intuitiv? Sind häufig benötigte Funktionen schnell erreichbar? Findet man sich auch ohne Bedienungsanleitung zurecht?
Starker Akku: Gerade für Menschen, die wenig telefonieren, aber ihr Handy immer dabeihaben wollen, ist ein ausdauernder Akku wichtig. Vor allem auf die Standby-Zeit achten – sie sagt aus, wie lange man das Gerät im Bereitschaftsmodus mit sich herumtragen oder zum Beispiel im Zimmer liegenlassen kann, ehe es wieder an die Ladestation muss.
Sinnvolle Notruf-Funktion: Nicht alle Handys bieten sie, aber wenn sie schon vorhanden ist, sollte der Notruf auch wirklich einfach auszulösen sein. In aller Regel, so die Warentester, ließen sich mehrere Nummern einprogrammieren, die das Handy selbstständig per SMS zu erreichen versucht, sobald die Notfalltaste gedrückt wird. Außerdem klingelten die Notruf-fähigen Handys bei jeder der Nummern so lange durch, bis jemand abnimmt. Achtung: Bei manchen Handys stoppt nach Angaben der Tester der Notruf, wenn am anderen Ende der Leitung ein Anrufbeantworter seinen Dienst versieht. Wer ein Handy mit Notruf möchte, sollte sich die Funktion genau ansehen oder erklären lassen und ausprobieren, wie er zum Beispiel mit der Position der Notruftaste zurechtkommt.
Handys für Ältere
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