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Große Platzunterschiede
Die neun untersuchten Anbieter unterscheiden sich extrem stark in ihren Leistungen. Alle arbeiten zwar mit den Standardmailprogrammen wie Outlook oder dem kostenlosen Thunderbird zusammen und bieten einen Basisschutz vor Viren und unerwünschten Spammails. Aber schon beim Platzangebot trennt sich Luxus von Lusche. So bietet etwa web.de in seinem Freemail-Dienst nur mickrige zwölf Megabyte Speicher und befindet sich damit noch auf IT-Steinzeitniveau. Fotos können zwar extra in einem unbegrenzten Teil abgelegt werden, aber das ist bei anderen Anbietern deutlich einfacher. Erst für fünf Euro im Monat, im sogenannten „Web.de Club“, bekommen die Mitglieder dann plötzlich praktisch unbegrenzten Speicherplatz auch für Mails.
Im Vergleich zu web.de stattet Konkurrent Google schon seine kostenlosen Accounts mit über sieben Gigabyte weit mehr als 500 mal so gut aus und verspricht eine ständige Erweiterung. Auch Microsofts Hotmail baut auf ein ständiges Speicherwachstum und rangiert derzeit bei großzügigen fünf Gigabyte. Bei Yahoo und AOL soll es dagegen sogar möglich sein, beliebig viele Mails ohne jede Speichergrenze abzulegen. Kosten? Fehlanzeige. Dagegen wirkt das Angebot von Arcor mit 50 Megabyte Speicherplatz eher wieder vorsintflutlich. Deutlich mehr geboten wird auch hier erst ab 4,99 Euro pro Monat. Bei Freenet gibt es bereits in der kostenlos Version immerhin 500 Megabyte für Mails. GMX und T-Online bieten mit einem Gigabyte noch mehr und damit für die meisten User schon ausreichend Platz.
Starke Anhänglichkeit
Aber Speicherplatz ist natürlich nicht alles. Wer selbst Bilder, Videos und Co. verschicken möchte, muss auf die maximale Dateianhanggröße achten. Sonst müssen Fotosammlungen per Hand zeitraubend auf mehrere E-Mails verteilt oder erst komprimiert werden. Auch Präsentationsdateien mit Videosequenzen sprengen schnell den oft recht kleinen Rahmen und kommen dann erst in viele „mundgerechte“ Stücke zerhackt beim Empfänger an.
Eine sichere Wahl ist Arcor mit 35 Megabyte oder T-Online mit 32 Megabyte maximaler Dateianhanggröße – mit diesen Anbietern können selbst kleine Filmchen am Stück versendet werden. Selbst die Bezahlangebote bieten nicht viel mehr und bei 50 Megabyte ist auch hier in aller Regel Schluß. Das restliche kostenlose Feld bietet mit 16 bis 25 Megabyte pro E-Mail eine ausreichende Leistung für Foto-Fans – allerdings ohne viel Reserve. Nur web.de geizt mit vier Megabyte erneut. Wenn dann nur noch ein Bild von der digitalen Spiegelreflexkamera in eine E-Mail passt, kann das langsam lästig und zeitraubend werden.