Google Streetview, Facebook und jetzt auch noch das iPhone. Der moderne Kommunikator von heute hat es nicht einfach, wenn er seine Daten vor Unbefugten schützen will. Inzwischen hat auch Apple damit begonnen, die Standortdaten von iPhones und iPads zu sammeln.
Dass man gegen die Veröffentlichung seiner Hausfassade auf Google Streetview Einspruch einlegen kann, weiß dank Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner inzwischen so ziemlich jeder Bundesbürger. Und auch dass Facebook mit seinen Nutzerdaten teilweise großzügiger umgeht, als deutsche Datenschützer sich das wünschen, ist bekannt.
Wer eine Anwendung im iTunes-Store kaufen will, muss den Nutzungsbedingungen und damit der Übertragung der Geo-Daten zustimmen. Vielen Anwendern dürfte allerdings nicht klar sein, dass sie mit der Nutzung ihres Handys auch gleich die Standortdaten weitergeben.
iPhone-Fans, die nicht gleich das Handy abschaffen wollen, oder wie
in diesem Video in den Mixer werfen, haben eine andere Möglichkeit die Übertragung der Standortdaten zu stoppen.
Im Einstellungsmenü kann man einzelnen Programmen das Sammeln von Standortdaten verbieten. Im Menüpunkt Ortungsdienste werden die Anwendungen angezeigt, die in den letzten 24 Stunden den Standort des Nutzers abgefragt haben. Dort können einzelne Apps für den Zugriff auf den GPS-Empfänger gesperrt werden.
Diese Sperre dürfte in vielen Fällen den Nutzen einer Anwendung zerstören. Denn wie sollen beispielsweise alle italienischen Restaurants in der Nähe angezeigt werden, wenn die Geodaten nicht übertragen werden dürfen?
Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist. Eine funktionierende, praktische Anwendung oder der Schutz der Privatsphäre gegen einen möglichen Missbrauch.