Zahnpflege
Wer hier spart, zahlt drauf
Schöne und gesunde Zähne bis ins hohe Alter sind ein Wunschziel, das theoretisch jeder von uns erreichen könnte. Voraussetzung dafür ist allerdings eine gründliche und vor allem auch regelmäßige Zahnpflege. Aber gerade da hapert es leider bei den meisten. Die Folge sind Karies, Zahnfleischentzündung und Parodontitis. Was das heißt und was man tun kann.

Billionen von Bakterien leben in der Mundhöhle und kleben an Zunge und Zähnen. Sie ernähren sich von Nahrungsmittelresten und gedeihen besonders gut, wenn man sie mit kohlenhydrathaltigen Speisen, wie Süßem, Salzstangen, Chips und Pizza füttert. Werden die Zähne nicht regelmäßig gereinigt, bildet sich innerhalb kurzer Zeit ein zäher Film, die Plaque, auch Zahnbelag genannt. Er besteht aus Speichel, Speiseresten und Bakterien. Dieser Belag fühlt sich rau an, wenn man mit der Zunge darüber fährt. Wird er nicht entfernt, erhärtet er zum Zahnstein, dem idealen Nährboden für Bakterien. Denn die Zahnbürste kann dem Zahnstein nichts mehr anhaben, die Bakterien können sich hier nahezu ungehindert vermehren und an ihr zerstörerisches Werk gehen.
Sauer macht nicht lustig, sondern Karies!
Kariesbakterien verwandeln Zucker in Säure. Diese Säure greift den Zahn an und schädigt den Zahnschmelz. Später werden auch die tieferen Schichten erreicht und es bilden sich Löcher. Ist bereits das Zahnmark oder gar der Zahnnerv betroffen, kommt es zu heftigen Schmerzen. Hier kann nur noch der Zahnarzt helfen, indem er die Karies mit dem Bohrer gründlich entfernt und das gesäuberte Loch mit einer Füllung verschließt. Neben intensiver Mundhygiene, hilft gegen die Zahnfäule vor allem die richtige Ernährung. Kräftiges Obst und Gemüse, wie Mohrrüben oder Äpfel, regen die Speichelbildung an. Die im Speichel enthaltenen Enzyme können die Säuren neutralisieren, zudem können leichte Schmelzdefekte ausgeglichen werden.
Süßigkeiten sollten eher selten auf dem Speiseplan stehen. Und wenn schon, sollten sie möglichst geballt und nicht häppchenweise über den Tag verteilt gegessen werden. Besonders schädigend sind übrigens süße und säurehaltige Getränke, wie Limos, Cola und Fruchtsaftgetränke. Sie umspülen alle Zähne und Zahnzwischenräume, die mit der Bürste nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Um den Durst zu löschen, sollte man deshalb besser auf zuckerfreie Getränke und Mineralwässer umsteigen.
Zahnpflege
Seite 1: Wer hier spart, zahlt drauf