Um die Zähne strahlend weiß zu bekommen, gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Entsprechend verschieden sind auch die Kosten: von etwa 10 Euro bei der Heimbehandlung mit Mitteln aus Drogerie und Supermarkt bis zu 1.000 Euro für eine professionelle Aufhellung in der Zahnarzt-Praxis.
1. In der Zahnarztpraxis
Das ist die schnellste, effektivste aber auch teuerste Art der Behandlung. Die Zahn-Aufhellung wird hier durch den Zahnarzt oder Dentalkosmetiker in der Praxis durchgeführt. Dabei wird ein besonders hochkonzentriertes Bleichmittel direkt auf die Zahnoberfläche aufgebracht. Vorher muss das Zahnfleisch mit Gummimanschetten oder Abdichtmitteln geschützt werden, da es sonst durch die aggressive Chemikalie verletzt werden könnte. Wärme und Licht bestimmter Wellenlänge, können den Vorgang noch intensivieren.
Nach etwa 15 bis 60 Minuten - je nach gewünschtem Aufhellungsgrad - wird das Gel wieder entfernt. Die Zahnreihen werden anschließend fluoridiert, um den Schmelz zu härten.
Kosten: Pro Sitzung etwa 200 -1.000 Euro. Bei dieser Art der Methode lassen sich auch einzelne Zähne isoliert aufhellen. Pro Zahn werden dabei 70 bis 200 Euro berechnet.
2. Zu Hause mit individuell angepassten Schienen
Etwas günstiger wird’s, wenn das eigentliche Bleichen zu Hause stattfindet. Der Zahnarzt fertigt dabei eine individuelle Kunststoffschiene vom Gebiss, nach vorherigem Abdruck, an. In diese Schiene wird dann zu Hause, vor jedem Tragen, ein Bleichmittel in geringerer Konzentration gefüllt. Je nach gewünschtem Wirkungsgrad und Konzentration des Bleichmittels, verbleibt die Schiene ein bis acht Stunden auf den Zähnen. Für eine Aufhellung sind etwa 10 bis15 Sitzungen nötig. Die Dauer der Anwendung sollte - laut Bundeszahnärztekammer - allerdings vier bis sechs Wochen nicht überschreiten. Auch sollte die Behandlung nicht mehrmals im Jahr durchgeführt werden. Die Schienen können wiederverwendet und das Gel nachgekauft werden.
Kosten: Für beide Kiefer 300 bis 600 Euro.
3. Zu Hause mit freiverkäuflichen Produkten
Auch freiverkäufliche Produkte aus Supermarkt, Drogerie und Apotheke machen die Zähne heller. Sie sind besonders preisgünstig und bereits ab etwa 10 Euro zu haben. Die Gele, Lacke und Klebestreifen sind allerdings vergleichsweise niedrig konzentriert. Eine starke Aufhellung ist also nicht zu erwarten. Auch hält das Ergebnis meist nicht so lange an.
Probleme kann es geben, wenn die Zähne nicht gleichmäßig und gerade stehen. So erreicht man beim Auftragen nicht alle Stellen und das Gebiss kann nach der Prozedur fleckig wirken. Auch kann Bleichmittel auf das Zahnfleisch gelangen und dieses reizen, zum Beispiel, wenn preiswerte Schienen in Einheitsgröße verwendet werden. Vorsicht auch vor Billigprodukten: Sie können den Schmelz aufrauen, wodurch Pigmente anschließend noch schneller anhaften.
Gibt es Nebenwirkungen?
Studien belegen, laut Bundeszahnärztekammer, dass fachkundig angewandtes Bleaching keine nachhaltig schädigende Wirkung auf Zähne und Zahnfleisch hat. Nach der Behandlung kann es zu einer vorübergehenden Empfindlichkeit der Zähne (z.B. auf Heißes, Kaltes, Süßes und Saures) kommen. Auch tritt zeitweilig eine Reizung des Zahnfleisches auf. Meist verschwinden diese Beschwerden aber schon wenige Tage nach der Behandlung.
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:
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Bundeszahnärzte-Kammer
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Medizinauskunft
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Portal der Zahnmedizin