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Sonnenschutz

Gefährliche Lügen

20.07.2010
Von Anja Lang
Sonnenschutz ist wichtig, das ist allgemein bekannt. Wie der richtige Umgang mit Sonne und Sonnenschutz aber tatsächlich aussehen sollte, darüber kursieren noch immer eine Vielzahl an hartnäckigen Irrtümern. Was Sie auf gar keinen Fall glauben sollten.
Sonnenschutz Gesundheit Sonnencreme
Sonnencreme am besten richtig gut einmassieren

Bloß nicht. Sonnencreme wirkt nur auf der Hautoberfläche. Wird sie durch Massage in die tieferen Hautschichten transportiert, kann sie ihre schützende Wirkung nicht mehr ausreichend entfalten. Also besser nur sanft auftragen und möglichst gleichmäßig verteilen.
 
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Im Schatten und bei Bewölkung braucht man keinen UV-Schutz

Diese weit verbreitete Meinung ist falsch. Bis zu 85 Prozent der Strahlungsintensität werden von Sand, Wasser oder Gebäuden reflektiert. Und auch Sonnenschirme oder Wolken halten die Strahlen der Sonne nicht vollständig ab. Menschen mit empfindlicher Haut – und vor allem Kinder - können also auch unter dem Sonnenschirm einen Sonnenbrand bekommen. Deshalb gilt: Auch wer nicht in die direkte Sonne geht, sollte sich eincremen.

Kleidung ist der beste Sonnenschutz

Leider nein. Denn UV-Strahlen dringen auch durch Textilien hindurch. Wie viel davon kommt auf das jeweilige Kleidungsstück an: So schützt Baumwolle schlechter als Kunstfaser. Und dunkle Farben sind weniger durchlässig als helle. Wird die Kleidung nass verringert sich die UV-Schutzwirkung gar um das fünf- bis zehnfache. So lässt ein helles – vielleicht auch noch nasses – Baumwollshirt die Sonnenstrahlen nahezu ungefiltert durch! Wer viel im Freien unterwegs ist, sollte deshalb auf Waschmittel mit Sonnenschutz zurückgreifen. Nach mehrmaligem Waschen soll es die Kleidung sonnenundurchlässiger machen. Noch sicherer ist spezielle Sonnenschutz-Kleidung, die mit Lichtschutzsubstanzen imprägniert ist. Dabei sollte man auf die Kennzeichnung „UV Standard 801“ achten. Sie weist Kleidung aus, die nach den besonders strengen Regeln der Internationalen Prüfgemeinschaft für angewandten UV Schutz getestet wurden.

Im Wasser ist man sicher

Stimmt leider überhaupt nicht! Sogar das Gegenteil ist der Fall: Die Oberfläche des Wassers verstärkt die Strahlen sogar noch und lässt sie wie ein Brennglas wirken – und das bis zu einen halben Meter unter der Wasseroberfläche. Besonders tückisch dabei ist, dass man beim Schwimmen im kühlen Nass die Sonne oft erst merkt, wenn die Haut bereits gerötet ist. Deshalb sollte man beim Baden unbedingt wasserfesten Sonnenschutz auftragen. Außerdem sollte der Schutz durch wiederholtes Eincremen regelmäßig erneuert werden. Bei Kindern und bei langem Aufenthalt im Wasser, ist zusätzlich spezielle Schwimmkleidung mit UV-Schutz (s.o.) empfehlenswert.
 
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