Abkühlung in der Dusche
Empfehlenswert zur Abkühlung ist eine lauwarme Dusche vor dem Schlafen gehen. Bitte nicht eiskalt
Duschen, das vermittelt zwar kurzfristig einen Frischekick, hält aber tatsächlich vom Schlafen ab: Denn durch die Kälte verengen sich die Blutgefäße und der Körper kann keine Wärme mehr abgeben. Außerdem kurbelt der Kältereiz den Kreislauf an, was eher munter macht, als Schlaf fördernd wirkt.
Was helfen feuchte Tücher vor dem Fenster und feuchte Wickel?
Immer wieder liest man von dem Tipp zur Abkühlung feuchte Tücher vors Fenster zu hängen. Geisler rät von dieser Maßnahme eher ab. Denn dadurch steigt auch die Luftfeuchtigkeit im Raum stark an. Schwüle Wärme ist für viele schwerer zu ertragen als trockene. Das lässt einen wiederum schwerer in den Schlaf zu finden. Auch den Tipp mit den feuchten Wickeln betrachtet der Schlafexperte eher skeptisch: „Das sehe ich als Notmaßnahme bei extremer Überhitzung. Die Wickel sind unbequem und man muss aufpassen, dass man das Bett nicht nass macht. Außerdem muss man sie ja auch wieder entfernen und muss dann solange wach bleiben.“ Geisler empfiehlt deshalb sich lieber noch ein wenig nach draußen zu setzen und sich zu entspannen. „Relaxen und den Sommerabend genießen, ist sicherlich keine schlechte Einschlafhilfe.“
Kühles Fußbad
Wer´s gar nicht aushält, kann auch ein kühles Fußbad nehmen. Aber auch hier bitte kein Eiswasser verwenden, sonst entsteht derselbe Effekt wie beim kalten Duschen. Eher lauwarmes bis kühles Wasser in eine Schüssel füllen und die Füße anschließend kühlen. Die Schüssel kann man auch vors Bett stellen, um eventuell später bei Einschlafproblemen das Bad zu wiederholen.
Umzug in den Keller
Die Schlafzimmer befinden sich meistens oben, dort, wo es im Haus am wärmsten ist. Wer die Möglichkeit hat, kann bei Hitze auch kurzfristig auf den kühlsten Raum in der Wohnung ausweichen. Meist ist das im Keller der Fall. Hier steigt das Thermometer meist nicht über 20 Grad – die ideale Schlaftemperatur.
Ventilatoren
Wer einen
Ventilator besitzt, kann diesen durchaus auch im Schlafzimmer benutzen, allerdings solle man darauf achten, dass man sich im Bett nicht der direkten Zugluft aussetzt. Die Folge können sonst schmerzhafte Verspannungen oder auch eine Erkältung sein. Beim Neukauf darauf achten, dass das Gerät mehrere Stufen hat und in Betrieb nur dezente Geräusche von sich gibt.
Klimaanlagen
Besonders effektiv kühlen Klimaanlagen die Raumtemperatur nach unten. Wer daheim eine besitzt bzw. im Hotelzimmer eine vorfindet, sollte sie folgendermaßen benutzen. Geisler empfiehlt mit Hilfe der Klimaanlage den Schlafraum etwa einen halben Tag vorzukühlen. „Die Klimaanlage erst eine halbe Stunde vor dem Einschlafen anzustellen, bringt wenig. Denn die in den Wänden gespeicherte Wärme bringt man in so kurzer Zeit nicht weg.“ Besser stellt man die Klimaanlage bereits am Nachmittag ein und lässt sie bis zum Abend durchlaufen. Dann findet man zum Schlafen einen angenehm temperierten Raum vor. Über Nacht, kann man die Klimaanlage dann ausgeschaltet lassen und muss das unangenehme Brummen nicht ertragen. Wer´s tagsüber vergessen hat, kann die Klimaanlage natürlich auch über Nacht einschalten. Dabei sollte man allerdings auf eine moderate Temperatureinstellung achten, die möglichst nicht weniger als 22 Grad betragen sollte. Ansonsten kann es, wie beim Ventilator, zu Verkühlungen und Verspannungen kommen.
Warum können Südländer trotz Hitze gut schlafen?
Herrschen langfristig hohe Einschlaftemperaturen, gewöhnt sich der Körper allmählich daran. Er stellt sich um und es fällt ihm leichter, die zum Schlaf so wichtige Abkühlung zu erreichen. „Strapaziös ist vor allem ein ungewohnter und abrupter Wechsel, wie wir ihn zum Beispiel bei einer Reise in den Süden oder einer Hitzewelle erleben“, erklärt der Schlafexperte. So lässt sich erklären, wieso viele Menschen, in Ländern mit einer langfristigen Einschlaftemperatur von 25 Grad und mehr, trotzdem gut einschlafen und auch durchschlafen können.