Pflege
Clever cremen
01.09.2011
Von Kristina Junker
Teure Tiegel und Tuben? Sind ganz und gar unnötig! Denn oft sind billigere Produkte nicht nur besser für den Geldbeutel, sondern auch für die Gesundheit. Und den kostspieligen Besuch bei der Kosmetikerin? Den ersetzen oft Tricks, die die Anwendung von Schönheitselixieren ganz einfach effektiver machen. Geldsparen hat die günstigsten Creme-Tipps gesammelt.
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Von Goldpartikeln bis zu Kaviarextrakten: Die Wirkstoffe ausgewählter Pflegeprodukte lesen sich manchmal so kostbar, wie die Angebote von Juwelieren und Feinschmeckerlokalen. Doch selbst für die angesagte und deutlich schlichter klingende Naturkosmetik aus der Apotheke können Kunden heute ein kleines Vermögen ausgeben. 20 Euro und mehr für eine Creme sind keine Seltenheit.
Spezielle Schönheitselixiere von der Kosmetikerin können die 50 Euro-Marke aber auch deutlich überschreiten. Dazu kommt noch einmal die selbe Summe für ein Facial, also eine Rundum-Gesichtspflege. Was viele Verbraucher nicht ahnen: Viel Schönheit gibt es auch für deutlich weniger Geld! Mit diesen Cremetricks sparen Sie an den Kosten, nicht an der Pflege.
Billigere Basics
Faustregel: Entscheiden Sie sich für eine günstige Tages- und Nachtpflege. Edle Töpfchen aus Parfümerien oder von der Kosmetikerin schröpfen nämlich nicht nur den Geldbeutel, sondern kratzen manchmal sogar an der Gesundheit. Denn je teurer eine Creme, desto mehr ausgesuchte Wirk- und Duftstoffe wurden wahrscheinlich verwendet. Und die verträgt längst nicht jeder! Das Ergebnis: gereizte Haut und allergische Reaktionen für relativ viel Geld. In Drogerien gibt es eine große Auswahl an gut getesten Cremes für jeden Hauttyp, die mit Basic-Wirkstoffen arbeiten, z.B. Vitamin A (Retinol). Die geben der Haut, was sie braucht, ohne sie über die Maßen zu stressen.
Extra-Spartipp: Immer testen, bevor man kauft. Das erspart Neuanschaffungen, die man später doch nicht verwendet. Dafür einen Tupfer Creme aus dem Testspender in die Ellenbeuge reiben. So merkt man nicht nur schnell, ob einem der Duft angenehm ist und die Textur der Creme. Schon ein paar Stunden später kann man auch prüfen, ob die Haut sich eventuell gerötet hat oder juckt – ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit.
Kleinere Pflegepalette
Faustregel: Zehn kunterbunt zusammen gewürfelte Schönheitselixiere? Die machen sich zwar ganz gut auf dem Badezimmerregal, aber nicht auf der Haut. Denn ständige Abwechslung mag sie gar nicht, sie schätzt eher Treue bei der Pflege. Solange die Haut nicht signalisiert, dass sie einen Wechsel braucht (z.B. spannt, sich trocken anfühlt), bekommt sie mit dem aktuellen Pflegeprodukt alles, was sie will – also ruhig erst einmal dabei bleiben. Und gerne zuschlagen, wenn Ihnen in der Drogerie oder im Internet eine günstigere Großpackung Ihrer Lieblingscreme über den Weg läuft.
Extra-Spartipp: Feuchtigkeitscreme nicht im Bad, sondern im Kühlschrank aufbewahren. Der Cooleffekt macht nicht nur jede Anwendung erfrischend, die Creme hält auch nach dem Öffnen länger.
Weniger ist mehr
Faustregel: Viel hilft viel? Beim Thema Kosmetik ganz sicher nicht! Ob eine Creme gut wirkt, hängt nämlich nicht davon ab, dass man sie besonders reichlich auf die Haut schmiert. Im Gegenteil: Überpflegte Partien neigen eher zu Pickelchen und Kontaktekzemen. Leider langt man bei Pflegeprodukten oft unbewusst eher etwas zu üppig zu. Der Cremeüberschuss klebt dann nicht nur auf Gesicht oder Körper, sondern auch an den Fingern, wird beim Händewaschen abgespült oder mit einem Kosmetiktuch abgerieben – so landet bares Geld umsonst im Abfluss bzw. Müll.
Extra-Spartipp: Damit die Dosierung leichter gelingt, hilft der Merksatz: Für Gesicht und Hände jeweils ein bis zwei erbsengroße Tupfer Creme, von der Körperlotion eine walnussgroße Menge verwenden.