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So kommen auch Sie an den Mikroalbumerietest

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie empfiehlt allen Patienten über 35 Jahren alle zwei Jahre einen Mikroalbuminurie-Test durchführen lassen. Dazu besteht grundsätzlich die Möglichkeit sich Teststreifen in der Apotheke zu besorgen und den Test zu Hause zu machen. Nachteil hierbei: In der Regel werden nur Großpackung mit 30 und mehr Streifen abgegeben. Das ist zum einen teuer, zum anderen werden die Indikatorstreifen mit der Zeit nicht besser. Auch ist das Ergebnis nicht 100-prozentig sicher. Am besten und sichersten fährt man deshalb beim Arzt seines Vertrauens.

Abrechnungstechnisch befindet sich der Mikroalbuminurietest allerdings in einer Art Grauzone. Als Igel-Leistung ist er nicht vorgesehen. „Buchen“ kann man ihn nur im Rahmen eines sogenannten Nieren-Checks. Dazu gehören dann eine Ultraschalluntersuchung, ein Bluttest und eben der Mikroalbuminurietest. So ein Paket hat natürlich auch seinen Preis: 45 Euro bis 90 Euro müssen dafür in etwa veranschlagt werden.
Preiswerter geht es, wenn man seinem Doktor die Sorge um die eigene Gesundheit schildert und einfach um den empfindlicheren Test bittet. Erfahrungsgemäß findet diese Bitte bei vielen Medizinern Gehör. Die Teststreifen sind nicht teuer. Ein Streifen bewegt sich im Kostenrahmen von ein bis zwei Euro. Auch gibt es eine Nummer, über die die ärztliche Leistung abgerechnet werden kann. Aber Achtung: Ein genereller Anspruch, wie bei anderen Vorsorgeleistungen, besteht darauf nicht. Die Leistung liegt im Ermessen des Arztes. Kaum Probleme dürfte haben, wer zur Gruppe der Risikopatienten gehört. Das sind zum Beispiel Diabetiker und Bluthochdruckpatienten, aber auch ältere Personen. Hier liegt eine echte Indikation vor. Eine Nierenschädigung tritt bei dieser Personengruppe oft als Folge der Vorerkrankung auf. Ein Mikroalbuminurietest sollte bei ihnen deshalb sogar jährlich durchgeführt werden.
Weitere Informationen zu diesem Thema unter:
http://www.nierengesellschaft.de
Seite 2/2
 
Nierenerkrankungen
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