
Behinderte Kinder
Anspruch auf Kurzzeitpflege
Misslungene Schönheits-OP
Patienten müssen bluten
Die beiden Testsieger Goldgeist forte und InfectoPedicul arbeiten mit Insektiziden, also Insektenvernichtungsmitteln. Sie sind die Klassiker unter den Läusemitteln. Goldgeist forte enthält das natürliche Pyrethrum, das aus Chrysanthemen gewonnen wird. Es gilt als relativ gut verträglich. In InfectoPedicul steckt der synthetische Wirkstoff Permethrin, der vereinzelt Allergien auslösen kann. Richtig angewendet, befanden die Tester Insektizide gegen Läuse als wirksam und Nebenwirkungen am Menschen selten.
Alternative zur Chemiekeule
Eine Alternative zur Chemiekeule bilden Präparate, welche die kleinen Biester ersticken. Auch sie werden seit neuestem von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Sie arbeiten in der Regel mit dem Wirkstoff Dimeticon, einem Silikon, das tief in die Atemwege der Läuse eindringt und diese verklebt. Der Vorteil: Kein Gift und keine Bildung von Resistenzen. Ihre Wirksamkeit liegt allerdings meist nur in Form von Laboruntersuchungen vor. Studien zur Wirksamkeit am Menschen fehlen allerdings bis auf eine Ausnahme: In einer Untersuchung des Herstellers von EtoPril reicht die „sanfte“ Methode allerdings nicht ganz an die der Insektizide heran. Präparate mit Dimeticon wurden deshalb von den Testern als „mit Einschränkung geeignet“ bewertet. Diese sind Etopril und Jacutin Pedicul Fluid, beide als Lösung im Handel erhältlich.
Problematisch bewerteten die Tester dagegen Sprays. Wird der Sprühnebel eingeatmet kann es zu Schleimhautreizungen, allergischen Reaktionen und Asthmaanfällen kommen. Alle Sprays, darunter auch ein Insektizid und ein Läusemittel der neuen Generation, das mit Dimeticon arbeitet, wurden deshalb mit als „wenig geeignet“ bewertet.
Kombination mit speziellen Läusekämmen optimal
Ergänzend zu den Mitteln, sollten möglichst auch spezielle Läusekämme eingesetzt werden. Die Kombination aus beidem stellt, nach heutiger Auffassung, die optimale Behandlung dar. Während das Mittel die Läuse abtötet, entfernt man mit dem Kamm die Läuse und ihre fest angeklebten Nissen – die Eier der Läuse. Die Anwendung erfolgt im dem nassen Haar. Bis auf eine Ausnahme, den Frank Nissenkamm mit Metallzähnen, bewährten sich alle untersuchten Kämme „gut“ bei der Anwendung in kurzem Haar. Bei langem und lockigem Haar liegen eher die Modelle mit langen Zinken vorn. Das sind der Coscura Nissenkamm, der Nisska, der Paracelsia, der Kamm zu Paranix und der Prioderm Läusekamm. Sie kosten zwischen ca. 2,30 Euro (Coscura) und ca. 12 Euro (Nisska).
Detaillierte Informationen zum Thema Kopfläuse erteilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sie hat das Faltblatt „Kopfläuse – was tun?“ herausgegeben. Die 24-seitige Broschüre ist kostenlos und kann auf den Seiten der BZgA heruntergeladen werden.