Gegen eine Implantation, auch im hohen Alter, spricht dagegen grundsätzlich nichts. Wichtig ist nur, dass noch ausreichend Knochensubstanz vorhanden ist. Nur dann kann das Implantat auch fest verankert werden. Je länger der Kiefer allerdings zahnlos war, desto stärker hat sich in der Regel auch der Knochen zurückgebildet. Eventuell muss ein langwieriger Knochenaufbau durchgeführt werden. Vor einem möglichen Eingriff steht deshalb immer eine eingehende Diagnostik. Nur der Fachmann kann entscheiden, ob ein Implantat im Einzelfall auch wirklich sinnvoll ist.
Medizinische Gründe, die gegen ein Implantat sprechen können:
Richtige Voraussetzungen schaffen
Aber auch bei gesunden Personen gibt es Faktoren, die erstmal gegen den Eingriff sprechen. So müssen Erkrankungen des Zahnfleisches und Knochens vor der Implantation effektiv behandelt werden. Für die Lebensdauer des Implantats ist das sehr wichtig. Auch defekte Füllungen oder lockere Kronen müssen überarbeitet werden. Rauchen erschwert oder verhindert sogar die Einheilung des Implantats. Nikotinjunkies sollten deshalb unbedingt versuchen, während der Einheilungszeit auf den Glimmstängel zu verzichten bzw. den Zigarettenkonsum zumindest stark einzuschränken. Am sinnvollsten wäre es, das Rauchen ganz aufzugeben, denn es hat sich gezeigt, dass Implantate bei Rauchern deutlich weniger lang halten.
Wichtige Voraussetzung für alle Implantatträger ist, dass eine penible Mundhygiene durchgeführt wird. Dazu gehört neben regelmäßiger professioneller Zahnreinigung, die effektive und regelmäßige Reinigung und Pflege der Implantate zuhause. Nur so kann verhindert werden, dass Plaque anhaftet und dadurch Entzündungen entstehen, die schlimmstenfalls zum Verlust des Implantats führen können.