11.03.2010   Startseite   RSS   Inhalt  

Heilpflanzen

Diese Kräuter sparen den Apothekenbesuch

Es müssen nicht immer teure Medikamente aus der Apotheke sein. Manchmal kann man sich mit Kräutern und Pflanzen aus dem Garten und Balkon selbst kurieren. Der Vorteil: Der eigene Anbau ist garantiert biologisch und Spaß bringt das Gärtnern auch. Diese Pflanzen lohnen der Gärtnermühe.
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Salbeibonbons für den Hals kennt jeder Erkältungsgeplagte. Heilsalbei kann man aber auch selbst anbauen und einen entzündungshemmenden Tee aus den getrockneten Blättern aufgießen. Die ätherischen Öle des Salbeis helfen auch gegen Zahnfleischentzündungen: Einfach die frischen Blätter kauen.


Ebenfalls entzündungshemmend wirkt Kamille. Gegurgelt lindert Kamillentee Entzündungen in Hals und Mund. Ein Kamillenbad verbessert die Wundheilung und hilft gegen Entzündungen. Blondinen können mit starkem Kamillentee ihre Haare aufhellen.

Angenehm riechend, hübsch anzusehen und gut für schwache Nerven ist Lavendel. Lavendel im Badewasser wirkt ebenso beruhigend wie ein Lavendelblütentee. Für den Tee einen Teelöffel getrocknete oder zwei Teelöffel frische Blüten pro Tasse fünf Minuten ziehen lassen. Für ein Lavendel-Bad übergießt man etwas 60 Blüten mit einem Liter kochendem Wasser. Nach zehn Minuten absieben und das duftende Wasser ins Badewasser schütten.

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Wer einmal einen frischen Pfefferminz-Tee getrunken hat, wird von der getrockneten Supermarktvariante nichts mehr wissen wollen. Pfefferminze ist gut gegen Mundgeruch und hilft bei Magen- und Darmbeschwerden. Pfefferminze fördert die Verdauung und regt die Produktion von Magensäure und Galle an.

Aloe Vera ist in vielen bekannten Cremes enthalten. Wer sich eine echte Aloe Vera hält, kann bei Bedarf einfach eines der fleischigen Blätter abschneiden und den geleeartigen Saft auf Schnittverletzungen oder zum Kühlen eines Sonnenbrandes auftragen. Der Saft fördert die Wundheilung. Damit das Blatt länger hält, bewahrt man es am besten im Kühlschrank auf.

Löwenzahn ist von vielen Hobbygärtnern als Unkraut verpönt. Die Wurzeln des Löwenzahns regen jedoch die Galle an, beugen Gallensteinen vor und stärken die Leber. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Löwenzahnwurzeln zuzubereiten. Die einfachste ist sicherlich, die frische Wurzel zu zerschneiden und mit heißem Wasser einen Tee aufzubrühen. Alternativ kann man die Wurzeln auch bei niedriger Temperatur (40 Grad) im Backofen trocknen und danach in Gläsern aufbewahren. Auch aus den getrockneten Wurzeln lässt sich ein Tee zuzubereiten. Die frischen Blätter fördern die Verdauung und sind als Salat ausgesprochen lecker. Anstatt sich über das vermeintliche Unkraut zu ärgern, sollten Sie den Löwenzahn also lieber ernten.

Was man über die wichtigsten Pflanzen wissen sollte
 Pflanze  Wirkung  Aussaat  Ernte  Zubereitung
Heilsalbei entzündungs-
hemmend
März, April, Mai bis Mitte August frische Blätter kauen, Tee aus frischen oder getrockneten Blättern
Kamille entzündungs-
hemmend
März, April, Mai Mai bis September Kamillenköpfe auf Küchenpapier auslegen und trocknen, dann Tee zubereiten
Lavendel beruhigend, desinfizierend, krampflösend März, April (Zimmer); Mai (Garten) Juni, Juli, August Zu Beginn der Blütezeit Blüten samt Stengel abschneiden, mit dem Kopf nach unten aufhängen und trocknen, getrocknet als Tee oder Badezusatz
Pfefferminze gegen Mundgeruch, bei Magen- und Darmbeschwerden ab März sobald Blätter vorhanden Tee aus frischen oder getrockneten Blättern, Blätter kauen
Aloe Vera fördert Wundheilung ganzes Jahr (Zimmer); Sommer (Garten) sobald Blätter vorhanden Gelee direkt auftragen, Blatt im Kühlschrank aufbewahren
Löwenzahn verdauungsfördernd, gegen Gallensteine wächst als Unkraut im Rasen Blätter abschneiden und Wurzeln ausgraben Blätter als Salat zubreiten, Wurzeln roh oder gekocht verzehren, Blütenstengel können Übelkeit verursachen - besser nicht essen
 
Caroline Benzel   16.04.2009

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