
Eine positive Wirkung auf Krebs wurde bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Die Theorie, dass die freigesetzte Blausäure gezielt und ausschließlich auf Krebszellen wirken könnte, ist nicht haltbar.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat bereits 2007 vor dem Verzehr der bitteren Aprikosenkerne gewarnt. Verbraucher sollten maximal zwei Kerne (genauer gesagt die Mandel im Aprikosenkern) zu sich nehmen, am besten gar keine. Auf den Packungen müssen Warnhinweise angebracht sein. Jedes Jahr gehen in den Giftnotrufen Anrufe ein, von Menschen, die aufgrund des Verzehrs der bitteren Aprikosenkerne unter Atemnot, Kopfschmerzen oder Schwindel litten. Für Kinder sind die Kerne aufgrund ihres geringeren Körpergewichtes besonders gefährlich.
Händler, die im Internet mit der krebsheilenden Wirkung der bitteren Aprikosenkerne werben, verlangen für ein Kilogramm über 20 Euro. Sie begehen damit aber eine Straftat, da Lebensmittel nicht mit Heilversprechen beworben werden dürfen. Wissenschaftlich fundierte Informationen und Beratung zu alternativen Krebsheilungsmethoden gibt es bei der Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie in Nürnberg.