Fahrrad
Richtig putzen
13.03.2011
Von Sandra Petrowitz
Der Frühling ist da – und damit beginnt für viele Radfahrer die Saison. Wer jetzt sein Radl aus dem Keller holt, sollte vor der ersten Fahrt allerdings noch ein bisschen Zeit in einen Frühjahrsputz investieren – der Sicherheit und des Komforts wegen. Und weil so ein kleiner Check-up die Lebensdauer des Drahtesels erheblich verlängern kann.
Egal, ob das Fahrrad im Winter bewegt wurde oder im Keller stand: Feuchtigkeit, Dreck, Streusalz und monatelanger Stillstand sind gleichermaßen Gift. Am Anfang steht daher eine gründliche Reinigung des Zweirads, gefolgt von der Prüfung wichtiger Komponenten und einer Probefahrt.
Viel Wasser, aber kein Hochdruck
Dreck am Rad ist nicht nur unschön, sondern fördert auch den Verschleiß. Wer sein Fahrrad säubern möchte, sollte das mit viel Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm erledigen und das Rad von oben nach unten abwaschen. Bei hartnäckigem Schmutz helfen auch Sprays, die den festsitzenden Dreck lösen.
Bitte keinen Hochdruckreiniger verwenden! Der drückt einen Teil des Schmutzes und auch Wasser in die Lager, spült das Fett heraus und kann sogar Dichtungen beschädigen. Kurz: Er macht alles noch schlimmer. Wer es beim Fahrradreinigen trotzdem gern bequem hat, kann einen weich eingestellten Gartenschlauch benutzen.
Kette und Ritzel bedürfen der besonderen Pflege. Der alte Dreck lässt sich am besten mit einem alten Lappen abreiben oder mit einer Bürste entfernen. Es muss keine Spezialbürste sein, wie sie im Fahrrad-Fachhandel angeboten wird – eine einfache (ausgemusterte) Zahnbürste tut es auch. Nach der Reinigung sollte man die Kette gleich wieder schmieren. Nach dem Einfetten empfiehlt es sich, überschüssiges Kettenfett oder Öl mit einem Lappen abzureiben. Übrigens: Alle anderen Gelenke des Fahrrades freuen sich ebenfalls über ein bisschen Schmierung, am meisten über ein Tröpfchen Nähmaschinenöl. Festsitzende Mechaniken lassen sich mit einem Rostlösespray wieder in Bewegung setzen.