Einmal infiziert, können die lästigen Bläschen jederzeit wieder auftauchen. Honig sorgt dafür, dass sie schnell wieder verschwinden. Bestreichen Sie ein Tuch und pressen es viermal täglich jeweils für 15 Minuten auf die Herpesstellen.
Hexenschuss
Entspannung finden Sie in der Stufenlage: Auf den Rücken legen und die Beine rechtwinklig auf einer Kiste oder ähnlichem ablegen. Gegen den Schmerz hilft bei den Meisten Wärme. Wenn Sie es in die Wanne schaffen, nehmen Sie ein heißes Bad. Besonders effektiv ist das, wenn die Temperatur durch Wassereinlauf langsam erhöht wird. Statt mit einer Wärmflasche können Sie den Rücken auch mit einem Kartoffel-Umschlag warm halten. Die Kartoffeln werden dafür mit Schale gekocht und in einem Tuch zerdrückt. Hartgesottene können den Schmerz mit Brennnesseln bekämpfen. Dazu lassen Sie sich mit einem Bündel frischer Brennnesseln auf den Rücken schlagen.
Insektenstiche
Der Stich einer Biene oder Wespe ist für kaum jemanden richtig gefährlich, aber bekanntlich sehr unangenehm. Um die Schwellung zu begrenzen, halten Sie die Stelle so schnell wie möglich unter kaltes, fließendes Wasser. Falls verfügbar, pressen Sie eine Zwiebelscheibe oder ein Stück Würfelzucker auf den Stich, das entzieht das Insektengift. Frischer Zitronensaft oder etwas Essig mit Salz helfen gut gegen den Juckreiz.
Kopfschmerzen
Pfefferminzöl auf den Schläfen verreiben ist gut. Ein Kartoffel tut’s aber auch: Einfach halbieren und dann mit den Schnittflächen so lange über Stirn und Schläfen streifen, bis die Kartoffel keinen Saft mehr hergibt. Auch Koffein ist ein Kopfweh-Killer: Trinken Sie ein bis zwei Tassen starken Espresso – besonders wirksam ist das mit dem Saft einer Zitrone.
Nasenbluten
Die alte „Kopf-in-den-Nacken“-Methode ist passé. Stattdessen: Kopf nach vorne beugen und fünf bis zehn Minuten die Nase zuhalten. Gleichzeitig können Sie ein kaltes feuchtes Tuch in den Nacken legen.
Sodbrennen
Wenn der Muskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht mehr richtig schließt und Magensäure in die Speiseröhre gelangt, kommt es zu Sodbrennen. Eine rohe Kartoffel zerkauen hilft. Sie können es auch mit Haferflocken versuchen: Ein bis zwei Esslöffel sehr sorgfältig zerkauen und den Brei herunterschlucken. Nicht ganz so trocken: Trinken Sie ein kleines Glas frisch gepressten Möhrensaft und lassen Sie dabei jeden Schluck längere Zeit im Mund.
Verstauchungen und Prellungen
Hier hilft Kühlung und eine Petersilienkompresse: Einen Bund Petersilie hacken und unter ein steifgeschlagenes Eiweiß mischen. Das ganze kommt auf ein Tuch und sollte dann zwei Stunden auf der jeweiligen Stelle liegen.
Verbrennungen
Auf jeden Fall schnell kühlen, besser nicht mit Eis (das kann zu Erfrierungen führen), sondern mit kalten Umschlägen. Leichtere Verbrennungen können Sie selbst behandeln, indem Sie eine Scheibe Zwiebel oder frische Kartoffel auflegen. Danach etwas Eiweiß auf die Wunde auftragen und trocknen lassen. Das wirkt wie ein natürliches Pflaster, unter dem sich neue Haut bilden kann. Früher behandelte man Verbrennungen mit Fett und Mehl – heute weiß man, dass das mehr schadet als nützt. Gegen Verbrennungen im Mund trinken Sie ganz langsam etwas Sahne oder lutschen Sie ein Stückchen Butter.
Verstopfung
Lässt der Stuhlgang länger als drei Tage hintereinander auf sich warten, spricht man von Verstopfung. Altbewährt sind hier Trockenfrüchte. Weichen Sie fünf Pflaumen oder Feigen über Nacht in einem Glas Wasser auf. Am nächsten morgen erst das Wasser trinken, dann die Früchte gut zerkauen. Abhilfe verspricht auch ein Glas Wasser mit einem Spritzer Apfelessig.
Um den Darm in Schwung zu bringen, empfiehlt sich Gymnastik: Legen Sie sich auf den Rücken und bewegen Sie die Beine wie beim Fahrradfahren in der Luft.
Zahnschmerzen
Um den Schmerz zu betäuben, zerkauen Sie eine Gewürznelke oder stecken Sie diese zwischen die Zähne. Hilfreich, auch bei entzündetem Zahnfleisch, sind außerdem Spülungen mit Salbeitee. Aber denken Sie daran: Zahnschmerzen sind ein Warnsignal, um den Besuch beim Zahnarzt kommen Sie also wohl nicht herum.