Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich aus dem Griechenlandurlaub billige Aspirintabletten mitzubringen – dort kosten sie im Supermarkt nur wenige Cent. Das ist auch gar nicht nötig: Hierzulande kann man ebenfalls von günstigeren Preisen in den europäischen Nachbarländern profitieren. Man muss nur in der Apotheke gezielt nach Re-Import-Medikamenten fragen.
Nicht verschreibungspflichtige Medikamente gibt es oft als Reimporte, die bis zu 70 Prozent billiger sind: Sie werden in Deutschland produziert, ins Ausland exportiert und wieder eingeführt. Das macht sie wesentlich preisgünstiger, da die Gesundheitssysteme im Ausland oft weniger für Medikamente bezahlen, was diese wiederum günstiger macht. Hinzu kommt, dass die Mehrwertsteuer in manchen Ländern geringer ist. Das Medikament ist demnach identisch, es steckt nur in einer anderen Verpackung. Die Packungsbeilage ist allerdings auf deutsch.
Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist die Apotheke sogar verpflichtet, ein Re-Import-Medikament abzugeben, wenn dieses 15 Prozent oder mindestens 15 Euro günstiger als das deutsche Präparat ist. Der Patient hat dann den Vorteil, dass er unter Umständen an der Rezeptgebühr spart, die sich zum Teil nach dem Preis des Medikamentes richtet.