
Insgesamt 811 Probanden im Alter von 30 bis 70 Jahren nahmen an der zwei Jahre lang andauernden Studie teil. Zu Beginn lag deren Bodymass-Index (BMI) zwischen 25 und 40, das heißt alle waren übergewichtig. Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt. Alle Gruppen erhielten eine kalorienreduzierte herzgesunde Mischkost, die aber in der Zusammensetzung der Nährstoffe stark unterschiedlich war: So gab es für einen Teil der Probanden eine Diät mit wenig Fett und viel Kohlehydraten. Ein anderer Teil erhielt wenig Fett und viel Protein. Variante drei bot viel Fett mit durchschnittlich Protein und Kohlenhydraten. Bei Variante vier kamen viel Fett, viel Protein und nur wenig Kohlenhydrate auf den Teller. Bei allen Diäten wurde die Gesamtenergiezufuhr um 750 Kilokalorien bis zu einer Untergrenze von 1200 Kilokalorien pro Tag verringert. Außerdem mussten alle Teilnehmer pro Woche 90 Minuten moderaten Sport treiben.
Das Ergebnis: Nach sechs Monaten hatten alle Teilnehmer im Schnitt fast sechs Kilo abgenommen. Nach zwei Jahren kamen zwar allmählich wieder ein paar Pfunde dazu. Jedoch waren bis dahin alle immer noch durchschnittlich vier Kilo leichter, als zu Beginn. Und das unabhängig davon, welche Diät die Testpersonen gemacht hatten. Auch in Bezug auf Hungergefühl und Zufriedenheit, konnte sich keine der Diäten hervortun.
Fazit: Wer Abnehmen will, braucht dazu keine teuren Spezial-Diäten. Grundsätzlich kann sich jeder seinen Ernährungsplan nach eigenen Vorlieben zusammenstellen. Wichtig ist darauf zu achten, dass am Ende nicht zu viele Kalorien zusammenkommen. Hier kommt das gute alte FDH (Friss die Hälfte) wieder zum Tragen. Experten empfehlen eine kalorienreduzierte gesunde Mischkost gepaart mit regelmäßig Sport.