In deutschen Haushalten wird rund zwei Drittel der Energie für das Heizen der Wohnräume aufgewendet. An zweiter Stelle steht die Aufbereitung von Warmwasser: Dafür werden im Schnitt gut zwölf Prozent der Energie verbraucht. Viel zu viel, sagen Experten. Denn alleine mit einfachen Mengenreglern lässt sich etwa 50 Prozent Wasser und Energie sparen.
Warmes Wasser ist ein zunehmend wichtiger Posten in den Energierechnungen. Während der Heizenergiebedarf durch effiziente Geräte, optimierte Dämmung sowie bewusstes Verhalten eher abnimmt, legt der Energieaufwand für Warmwasser tendenziell zu. Grund: Steigende Energiepreise und steigender Verbrauch – vor allem für Körperhygiene. Tatsächlich ist täglich duschen oder baden bei uns längst normal. Und das ist teuer! Je nach örtlicher Situation, Art der Warmwasserbereitung, Temperatur und Durchflussmenge kann ein Kubikmeter fließendes Warmwasser Experten zufolge bis zu 20 Euro kosten. Natürlich hat jeder Verbraucher einen anderen Aufwand, zu unterschiedlich sind Nutzungsverhalten und Produktionskosten. Aber nach Angaben von Tanja Loitz „zahlt jeder Haushalt bei uns im Schnitt pro Anno zwischen 100 und 200 Euro nur für die Erwärmung von Wasser“. Ein stolzer Betrag, der laut der Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online „durch wenige Maßnahmen deutlich minimiert werden kann“.
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Zwischen 22 und 70 Cent pro Dusche
Fakt ist: Das meiste Warmwasser brauchen wir bei der täglichen Hygiene. Pro Minute fließen bei einer Dusche abhängig vom Wasserdruck im Schnitt 15 bis 25 Liter den Abfluss hinab. Je nach Art der Erwärmung verbraucht man pro Duschbad zwischen 1,2 und 3,8 Kilowattstunden (kWh) Energie. Im Vergleich zu einer 100 Watt Glühbirne entspricht das einer Brenndauer von zwölf bis 38 Stunden. Anders kalkuliert: Bei einem Strompreis von 18 Cent pro kWh kostet das erquickende Nass pro Duschdurchgang zwischen 22 und knapp 70 Cent.
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Den Wasserdruck beachten
Wie hoch die Warmwasser-Kosten ausfallen, ist nach Angaben des Deutschen Mieterbundes vor allem auch abhängig vom Druck in den Wasserleitungen. Tatsächlich schießt oft weit mehr des nassen Elements aus den Leitungen, als benötigt. Etwa zehn Liter pro Minute reichen aber aus, um morgens unter der Dusche wohlig „wach“ zu werden. Der Mieterbund empfiehlt daher den Einsatz sogenannter Wassermengen-Regler. Die kleinen Zusatzteile, die den Wasserdurchfluss unabhängig vom Leitungsdruck auf einen konstanten Wert regeln, können nachträglich an der Duscharmatur und am Hahn installiert werden.
Rund 50 Prozent Warmwasser lässt sich nach Angaben des Mieterbundes so vermeiden. Für die Energiekosten bedeutet das: Pro Dusche sparen Wassermengen-Regler zwischen 0,6 und 1,9 kWh. Ein einfacher Test zeigt, wie stark der Wasserdruck an den heimischen Leitungen wirklich ist. Dafür muss ein Eimer mit einer Zehn-Liter-Skala bei voll geöffneter Armatur 30 Sekunden lang befüllt werden. Die Menge multipliziert mit zwei ergibt das Testergebnis. Liegt dieses an einem Wasserhahn über acht Liter oder an der Dusche oberhalb elf Liter pro Minute, macht sich der Einbau von Reglern bezahlt. Gängige Mengenmanager kosten im Übrigen zwischen fünf und acht Euro pro Stück. Noch ein Hinweis: Druckunabhängige Wassermengen-Regler dürfen nicht mit einem Durchflussbegrenzer verwechselt werden. Denn die reduzieren nur die Wassermenge in Armaturen.
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Foto: colourbox.com ID:2659
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