Warmwasser ist nach der Heizung der größte Energieverbrauchsposten in privaten Haushalten. Etwa 50 bis 70 Liter warmes Wasser zum Duschen, spülen, putzen nutzt jeder täglich im Haushalt. Die dabei eingesetzt Energie kann sich schnell auf rund 800 Kilowattstunden im Jahr summieren. Angesichts stetig hoher Preise für Gas, Öl und Strom kostet das viel Geld. Beim heißen Wasser sparen, lohnt sich also.
Für die meisten Menschen hierzulande gehören die erfrischende Dusche am Morgen oder das erholsame Bad abends zum Lebensstandard. Nach der Heizung verbraucht die Warmwasser-Bereitung allerdings die meiste Energie im Haushalt: Deshalb sind Energie sparende und kostengünstige Lösungen für die Nutzung von warmem Wasser gefragt. Geldsparen.de liefert Ihnen wichtige Tipps:
1. Wasch- und Spülmaschinen
Prüfen Sie, ob Waschmaschine oder Spülmaschine mit warmem Wasser laufen. Denn diese Geräte sind in der Regel noch direkt an Kaltwasser angeschlossen, so dass das einlaufende Wasser erst mit elektrischem Strom bis zur gewünschten Temperatur aufgeheizt werden muss. Und das kostet viel Strom. Dabei lässt sich fast jeder Geschirrspüler unter Beachtung der Herstellerangaben an die Warmwasserleitung anschließen. Der Spülvorgang verkürzt sich dann um etwa 25 Prozent. Ganz wichtig zudem: Die Maschine sollte immer nur voll betrieben werden, dadurch lassen sich etliche Spülgänge einsparen.
Waschmaschinen verbrauchen ebenso den größten Teil des Stroms zum Aufheizen des Wassers, der Anschluss an die Hausleitung kann also auch hier Sinn machen. Bestimmte Programme und Waschmittel (Wolle, Eiweißlöslichkeit) nehmen allerdings zu warmes Wasser übel. Außerdem ist es bei Waschmaschinen besser, die Spülvorgänge mit kaltem Wasser durchzuführen. Unter dem Strich verkürzen sich die Waschprogramme, die warmes Wasser nutzen. Das spart Stromkosten zwischen 30 und bis 50 Prozent. Allerdings kosten entsprechende Maschinen oft auch mehr.
2. Zentrale Trinkwassererwärmung
Die Erwärmung des Wassers durch einen Heizkessel ist besonders günstig und umweltschonend. Dabei sollte die Temperatur möglichst niedrig sein, denn die Wärmeverluste steigen proportional mit dem Temperaturunterschied zur Umgebung. Die Speichertemperatur kann auf 55 Grad Celsius abgesenkt werden, wenn regelmäßig auf 60 Grad nachgeheizt wird; das ist aufgrund von hygienischen Gründen nötig. Apropos Speichergröße: Passen Sie das Volumen an. Da der Speicher warmes Wasser konstant zur Verfügung stellt, kostet schon die Bereitstellung. Für drei Personen reicht ein Speicher mit 120 Litern.
3. Dezentrale Trinkwassererwärmung
Der Durchlauferhitzer ist hierfür ein klassisches Beispiel. Anders als bei Speichersystemen wird das Wasser beim Entnehmen erwärmt. Immerhin etwa 20 Prozent der deutschen Haushalte erzeugen nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (Dena) warmes Wasser per Duchlauferhitzer. Und das kann richtig viel Energie kosten. Achten Sie daher darauf, dass die Geräte direkt an den Verbrauchsstellen installiert und elektronisch geregelt sind. Gegenüber hydraulischen Modellen sparen diese Geräte rund 20 Prozent Energie. Wichtig ist zudem, die Temperatur des Durchlauferhitzers so einzustellen, das das warme Wasser direkt genutzt werden kann, ohne kaltes hinzu zu mischen. Denn beim Mischen geht laut Dena viel Wasser und Energie verloren.
4. Warmwasserleitungen
Die Rohrleitungen der Warmwasserbereitung müssen hervorragend isoliert sein. Es gilt die Faustregel: Die Dämmstärke sollte mindestens dem einfachen, besser noch dem doppelten Rohrdurchmesser entsprechen. Die Dämmung muss eng an der Rohrleitung anliegen, sollte keine Lücken aufweisen und sorgfältig abgedichtet sein.
5. Solaranlage für Warmwasser
Durch eine richtig dimensionierte Solaranlage können 50 bis 65 Prozent der jährlich benötigten Energie zur Wassererwärmung durch Sonnenenergie ersetzt werden. Dabei liegt die Hauptnutzungszeit im Sommer. Dann kann der Heizkessel auch ganz ausgeschaltet werden.
6. Sparsame Armaturen
Durch den Einbau spezieller Mischbatterien, Thermostatbatterien oder elektronisch gesteuerten Armaturen werden Wasser- und Energieverluste, die sonst beim Mischen auf die richtige Temperatur entstehen, vermieden. Elektronische Armaturen, die den Wasserfluss ohne Berührung durch Sensoren auslösen und auch eine Stopp-Funktion besitzen, können pro Person rund 4.000 Liter Wasserverbrauch im Jahr vermeiden. Aufgrund der Technik sind sie aber auch teurer als herkömmliche Geräte. Scharfe Rechner können allerdings auch sogenannte Sparduschen einbauen. Das sind Duschköpfe, die den Wasser Durchlauf um bis zu zwei Drittel verringern.
7. Einfach ausstellen
Getreu dem Motto, ein See füllt sich auch langsam, gilt die Regel: Nie unnötig Wasser laufen lassen beim Händewaschen, Abspülen, Einseifen unter der Dusche oder Zähneputzen.
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