Was Sie vor dem Aufstellen beachten müssen
Vergleichswert berechnen
Um die Leistung der sehr unterschiedlichen Outdoor-Heizgeräte überhaupt vergleichen zu können, ist die Herstellerangabe für die beheizbare Fläche und die maximale Leistungsaufnahme noch am geeignetsten. Zum Beispiel braucht ein eher effektiver Gasbrenner etwa 160 Watt um einen Quadratmeter mit Wärme zu versorgen. Ineffizientere Gasheizpilze brauchen dafür auch mal gerne das Dreifache. Das geht ins Geld und belastet unnötig das Klima.
Bei elektrischen Strahlern sind die Unterschiede zwischen den Geräten nicht ganz so extrem, aber auch hier liegen bessere Geräte bei etwa 70 Watt pro Quadratmeter und schlechtere bei rund dem Doppelten. Um den Vergleichswert zu erhalten, teilen Sie einfach die Herstellerangabe für maximale Leistungsaufnahme durch die damit beheizbare Fläche. Beispiel: bei einem Standardheizpilz liegt die Leistungsaufnahme bei zwölf Kilowatt für eine Fläche von 64 Quadratmetern (entspricht ca. Durchmesser von neun Meter). 12.000 Watt durch 64 Quadratmeter ergibt 187,5, also ein relativ guter Wert, um es im Abstand von rund 4,5 Metern um den Pilz kuscheliger zu machen. Aber nur die wenigsten haben eine so große runde Terrassen und brauchen ein so leistungsstarkes Gerät wirklich.
Unbeschränkte Sicht
Beide Systeme erwärmen nicht in erster Linie die Luft, sondern senden unsichtbares Infrarotlicht aus. Das trifft dann zum Beispiel auf die Haut oder einen Pulli und es wird dort warm. Vorteil des Prinzips ist, dass es auch auf offenen Terrassen oder Balkonen funktioniert, wo sonst jeder leichte Wind warme Luft einfach wegpusten würde. Ein Nachteil ist, dass es nur klappt, wenn eine direkte Sichtverbindung besteht. Mit anderen Worten: Kann ich den Strahler nicht sehen, weil etwas davor steht oder jemand vor mir sitzt, bekomme ich auch keine Wärme ab.
Je nach Gestaltung Ihrer Terrasse können also unterschiedliche Geräte sinnvoll sein: Ist sie zum Beispiel fast quadratisch, kann ein sparsamer Heizpilz in der Mitte viel bringen, denn der strahlt rundherum. Bei kleinen, eher länglichen Balkonen ginge dagegen das meiste Wärmelicht ungenützt verloren. Gut sind hier Geräte, die nur in eine bestimmte Richtung strahlen. Besonders effektiv könnte etwa ein von oben warm leuchtender elektrischer Quarzstrahler sein. Mit einer Anfangsinvestition von stolzen rund 360 Euro, erscheint diese Lösung nicht unbedingt sofort günstig, nachhaltig kann sie jedoch Geldbeutel und Umwelt entlasten. Denn die oft angebotenen 99-Euro-Geräte sind zwar im ersten Moment weniger kostspielig, verbrauchen aber gerne das doppelte. Das bedeutet dann unter dem Strich über 700 Euro mehr Stromkosten auf die geschätzte komplette Lebensdauer (4.000 Stunden) - und das belastet die Umwelt 100 Prozent mehr, als es sein müsste.
Terrassenstrahler
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