Schon der Tausch einer einzigen konventionellen Glühbirne in die Stromspar-Variante spart bei einer Brennleistung von 10.000 Stunden – das sind knapp 14 Monate – bis zu 177 Euro. Sparlampen leuchten durch Gasentladung und nutzen dadurch ein Viertel der eingesetzten Energie. Beim herkömmlichen „Glühen“ werden dagegen nur fünf Prozent des verwendeten Stroms in Licht umgewandelt.
Doch auch bei den Sparmodellen ist Lampe nicht gleich Lampe. Das hat die Stiftung Warentest festgestellt. Bei den unterschiedlichen Herstellern gibt es teils erhebliche Qualitätsunterschiede. Erstaunlich: Nur weniger als die Hälfte der Sparmodelle konnte die Testnote „gut“ ergattern. Das Rennen machten Markenprodukte wie Megaman, Osram und Philips.
28 Lampen im Test
Untersucht wurden 28 Energiesparlampen mit Schraubsockel E27 und E14 in der Preisspanne von 1,19 Euro bis 30 Euro. Bewertet wurden unter anderem die lichttechnischen Eigenschaften, die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit sowie die Deklaration. Im Gegensatz zur normalen Glühbirne, die nach etwa 1.000 Stunden „schlapp“ macht, halten Sparleuchten in der Regel etwa 10.000 Brennstunden und mehr.
Doch lässt gerade bei den günstigen Modellen im Laufe der Zeit die Leuchtkraft nach. So brannten manche Lampen nach 2.000 Betriebsstunden schon bis zu 17 Prozent weniger hell. Nach 10.000 Stunden war teilweise nur noch etwa 60 Prozent der anfänglichen Leuchtkraft übrig. Auch hält nicht jede Lampe die Watt-Zahl, die ihr Aufdruck verspricht: So hatte eine „Isotronic“-Lampe tatsächlich nur 7,2 statt der angegebenen 11 Watt und eine „Luxxx-Energy-Saver Globe“ lediglich 13,1 statt 20 Watt. Folge: Im Zimmer ist es dunkler als gewünscht.
Sparen ist gut – sparen an der Energiesparlampe weniger: So erhielten gerade viele der günstigen markenlosen Modelle mit einem Kaufpreis von etwa einem bis fünf Euro nur ein „ausreichend“ als Testnote. Testverlierer mit der Note „mangelhaft“ ist das billigste Modell im Test, das für nur 1,19 Euro über den Ladentisch geht.
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Auf Markenprodukte setzen
Wer wirklich sparen will, der sollte zu Markenprodukten greifen, so die Zeitschrift. Mit „gut“ bewertet wurden Modelle der Firmen Megaman, Osram und Philips. Sie sind in der Regel zwar etwas teurer, aber der Kaufpreis hat sich schnell amortisiert. Dabei empfiehlt Stiftung Warentest nicht zu warten, bis die alte Glühbirne durchgebrannt ist. Gute Energiesparleuchten gibt es bereits ab etwa zehn Euro. Nach ungefähr einem Jahr hat man so rund 150 Euro Stromkosten gespart plus zehn konventionelle Birnen, die in der Zwischenzeit durchgebrannt wären.
Hier einige Tipps zum Thema Energiesparlampen:
1. Farbtemperatur
Energiesparlampen gibt es in unterschiedlichen Farbwiedergabetönen. Je nachdem wo man sich gerade aufhält, möchte man eher kalt-weißes oder warmes Licht. Für Wohn- und Schlafräume, die gemütlich wirken sollen, eignen sich Lampen mit warm-weißer Lichtfarbe. Man erkennt sie an Bezeichnungen wie „Warm white“ und „ww“ oder an den Nummern 827 und 927 auf der Verpackung. Die erste Ziffer steht dabei für die Farbwiedergabestufe. Die 27 steht für die Farbtemperatur von 2.700 Kelvin, wobei warmes Licht erzeugt wird. Je höher diese Zahl liegt, desto „kälter“ wirkt das Licht. Tageslichtlampen, die ein kalt-weißes Licht erzeugen, liegen bei 6.000 oder 6.500 Kelvin. Von außen erkennt man sie an den aufgedruckten Nummern 860, 865, 960 und 965 auf der Verpackung. Sie sind ideal für Arbeitsplätze, an denen eine natürliche Farbwiedergabe wichtig ist. Außerdem macht der Blauanteil des Lichts wach.
2. Ein- und Ausschalten
Häufiges Ein- und Ausschalten – zum Beispiel im Bad oder im Treppenhaus – mögen manche Energiesparlampen gar nicht. Keine Probleme beim häufigen Schalten zeigten dagegen Megaman „DorS Dimming 20 W“, Megaman „Compact Reflector R50 7 W“, Osram „Dulux Superstar Globe 21 W“, Osram „Dulux EL Dimmable 20 W“, Philips „G120 Soft white 20W“ und Philips „Genie ww 8 W“. Deren Elektroden werden vorgeheizt und schaffen einen schonenden „Warmstart“. Das dauert zwar einige Sekundenbruchteile, erhöht die Schaltfestigkeit aber beträchtlich.
3. Außeneinsatz
Bei Frost verlieren viele Energiesparlampen ihre Helligkeit. Megaman „Compact Globe 11 W“ und Philips „G120 Soft white 20 W“ halten auch bei Minusgraden den Außeneinsatz problemlos durch.
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