Sehen Sie rot? An Fernseher, Videorekorder, DVD-Spieler und Stereoanlage leuchtet meist auch im ausgeschalteten Zustand ein rotes Lämpchen. Statt wirklich ausgeschaltet zu sein, läuft das Gerät im Standby- oder Bereitschaftsmodus. Damit verschenken Sie eine Menge Geld, denn die Stromkosten sind erheblich.
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Zwar verbrauchen die Geräte in diesem Zustand oft nur wenige Watt. Doch übers Jahr kommen viele Stunden zusammen, in denen sie unnötig Strom zapfen, und das wird teuer. Schätzungen sagen, dass in Deutschland jedes Jahr über 20 Milliarden Kilowattstunden Strom im Standby-Modus verpulvert werden. Zum Vergleich: Der jährliche Stromverbrauch von Berlin liegt bei 14 Milliarden Kilowattstunden.
Ein Haushalt mit Fernsehgerät und Videorekorder, HiFi-Anlage, DVD-Spieler und Waschmaschine mit Uhr zahlt jährlich knapp 80 Euro nur für den Strom, der im Standby-Betrieb verbraucht wird. Ein Fernseher verbraucht acht Watt im Leerlauf, eine HiFi-Komplettanlage zwölf Watt. Ein PC inklusive Monitor bringt es auf 35 Watt, ein Laserdrucker immerhin noch auf 14 Watt Standby-Verbrauch. Das macht zusammen allein für diese vier Geräte fast 70 Watt.
Dabei genügt ein Fingerdruck – auf den Netzschalter. Wenn der die Stromzufuhr nicht wirklich unterbricht, kann man den Netzstecker ziehen. Bequemer geht es mit einer schaltbaren Steckerleiste. Die trennt auf einmal mehrere eingesteckte Geräte vom Netz – etwa eine ganze Stereoanlage oder einen Computer mit Scanner und Monitor. Damit tut man nicht nur dem Geldbeutel etwas Gutes, sondern auch der Umwelt.
Ein Blick in die Gebrauchsanleitung des Gerätes ist allerdings sinnvoll, ehe man es ganz vom Netz nimmt: Bei Tintenstrahldruckern ist der Einsatz einer schaltbaren Steckerleiste nur dann sinnvoll, wenn sie extrem selten benutzt werden. Denn nach jedem Einschalten spült der Drucker seinen Druckkopf mit Tinte – ein Vorgang, der mehr Kosten verursacht, als man beim Stromverbrauch sparen kann. Fax und Anrufbeantworter benötigen den Standby-Modus, um eingehende Faxe anzunehmen und Anrufe zu speichern.
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