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LED-Lampen

Viel Licht aus wenig Strom

11.01.2010
Von Matthias Kutzscher
Billig sind sie nicht: Energiesparlampen mit LED-Technik. Laut Stiftung Warentest können Modelle bis zu 85 Euro pro Stück kosten. Sie müssen also lange leuchten, um Einspareffekte beim Strom zu verbuchen. geldsparen.de sagt, woraum Verbraucher bei der Auswahl von LED-Lampen achten sollten.
Beeuchtung led lampe Glühbirne Energie sparen
Leuchtdioden gibt es bereits seit mehr als 40 Jahren. Doch erst jetzt ziehen die Lämpchen, die normalerweise nur LED genannt werden, in den häuslichen Alltag ein. In der Medizin-, Automobil-, Signal-, Werbe- oder Displaytechnik gehören Leuchtdioden längst zum Standard. Wer jedoch eine LED ins heimische Bad oder die Küchenlampe schrauben will, muss vor allem eines: Eine ganze Menge Geld auf den Tisch legen.

Zwar verbrauchen LED noch weniger Strom als normale Energiesparlampen, doch der hohe Preis ist bislang ein klarer Nachteil. So können gängige LED-Birnen etablierter Hersteller wie Osram oder Philips je nach Ausführung durchaus zwischen 30 und 80 Euro kosten. Preiswerte Modelle ab acht Euro, ergab eine Prüfung von Stiftung Warentest Ende 2009, sind meist hingegen weniger effizient und gehen schneller kaputt.
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Grund für die hohen LED-Kosten

Noch werden nicht genügend Lampen für den Einsatz in Wohnraum, Diele, Garage oder Keller hergestellt, um Einsparungen durch Massenproduktion zu erzielen. Zum anderen sind LED in Glühbirnenform noch recht kompliziert aufgebaut. Dennoch gehen Experten davon aus, dass Leuchtdioden in fünf bis zehn Jahren auch in Privathaushalten eine wichtige Rolle spielen werden, weil sie über 80 Prozent weniger Energie brauchen als herkömmliche Glühlampen; vor allem aber, weil LED überaus vielseitig sind. So ermöglicht die kompakte Bauform laut Stiftung Warentest neue, interessante Beleuchtungslösungen.

Wer das ausprobieren möchte und sich demnächst eine der schicken Lichtquellen am Schreibtisch, über dem Herd oder an der Regalwand gönnen möchte, sollte allerdings auf ein paar Regeln achten:

Preis/Leistung

Billig sind gute Energiesparlampen mit LED-Technik nicht. Sowohl für 230- als auch Zwölf-Voltsysteme gilt: Die Lampen erzeugen zwar aus wenig Strom viel Licht, doch bislang bieten Tests zufolge die teureren Produkte auch die bessere Leistung. Das bedeutet unter dem Strich, dass beispielsweise Energieeinsparung die Investition noch nicht rechtfertigt.

Farben und Lichtausbeute

Der Farbraum der am Markt verfügbaren LED ist recht vielfältig. Von Warmweiß (unter 3.000 Kelvin), über Neutralweiß (3.000 bis 5.300 Kelvin) bis zu bläulich kühlem Tageslichtweiß (7.200 Kelvin) können Verbraucher eine breite LED-Farblichtpalette erwerben. Hinzu kommt, dass die meisten LED bei der Farbwiedergabe laut der Prüfer von Stiftung Warentest besser abschneiden als klassische Energiesparlampen.

Lebensdauer

Hochleistungs-LED mit maximaler Lichtausbeute haben eine Lebensdauer von etwa zwei bis drei Jahren. Laut Herstellerangaben sollen auch LED-Leuchten für den Privathaushalt mittlerweile 15.000 bis 50.000 Betriebsstunden brennen. Letzterer Wert ist laut Stiftung Warentest deutlich zu hoch gegriffen. Tatsächlich machen den Birnen die hohen Temperaturen im Inneren zu schaffen. Daher empfehlen die Tester, nach einem Kauf den Kassenbon aufzubewahren und gegebenenfalls das Produkt umzutauschen. Allerdings fallen Leuchtdioden in der Regel nicht plötzlich aus, sondern werden nach und nach schwächer. Wissen sollte man, dass sie unempfindlich gegen Erschütterungen sind, ihre Lebensdauer aber vom jeweiligen Halbleitermaterial und den Betriebsbedingungen abhängt.

Austauschen und kombinieren

Wer gerne auf LED umsteigen möchte, sollte die Helligkeit im Raum bedenken. Ein allzu großer Unterschied "vorher/nachher" sollte nicht entstehen. Ideal wirken LED-Lampen oft als Ergänzung zu klassischen Energiesparlampen - und zwar, wenn gezielt Aquarium, Kunstwerk oder Bücherregal in Szene gesetzt werden. Vor allem mit LED-Spots lassen sich dabei schöne Lichteffekte zaubern. Hinzu kommt: Sie verbrauchen weit weniger Strom als Halogenstrahler. Beim Einbau sollte allerdings auf die Hinterlüftigung geachtet werden, damit die Elektronik nicht zu heiß wird. 
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