03.09.2010   Startseite   RSS   Inhalt  

LED-Lampen

Viel Licht aus wenig Strom

Seit dem 1. September 2009 werden nach einem Beschluss der EU herkömmliche Glühbirnen schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Verbraucher sollen auf sparsame Lampen umstellen und so massiv Energie sparen sowie CO2 vermeiden. Unter den Energiesparlampen gelten Leuchtdioden als Beleuchtungstechnik der Zukunft. Doch der LED-Einsatz ist nicht ohne Tücken.
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Leuchtdioden gibt es bereits seit mehr als 40 Jahren. Doch erst jetzt ziehen die Lämpchen, die normalerweise nur LED genannt werden, in den häuslichen Alltag ein. In der Medizin-, Automobil-, Signal-, Werbe- oder Displaytechnik gehören Leuchtdioden längst zum Standard. Wer jedoch eine LED ins heimische Bad oder die Küchenlampe schrauben will, muss vor allem eines: Eine ganze Menge Geld auf den Tisch legen.

Zwar verbrauchen LED noch weniger Strom als normale Energiesparlampen, doch der hohe Preis ist bislang ein klarer Nachteil. So können gängige LED-Birnen etablierter Hersteller wie Osram oder Philips je nach Ausführung durchaus zwischen 30 und 80 Euro kosten. Preiswerte Modelle ab zehn Euro, ergab eine Prüfung von Stiftung Warentest Ende 2009, sind meist hingegen weniger effizient und gehen schneller kaputt.
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Grund für die hohen LED-Kosten

Noch werden nicht genügend Lampen für den Einsatz in Wohnraum, Diele, Garage oder Keller hergestellt, um Einsparungen durch Massenproduktion zu erzielen. Zum anderen sind LED in Glühbirnenform noch recht kompliziert aufgebaut. Dennoch gehen Experten davon aus, dass Leuchtdioden in fünf bis zehn Jahren auch in Privathaushalten eine wichtige Rolle spielen werden, weil sie über 80 Prozent weniger Energie brauchen als herkömmliche Glühlampen; vor allem aber, weil LED überaus vielseitig sind. So ermöglicht die kompakte Bauform laut Stiftung Warentest neue, interessante Beleuchtungslösungen.

Wer das ausprobieren möchte und sich demnächst eine der schicken Lichtquellen am Schreibtisch, über dem Herd oder an der Regalwand gönnen möchte, sollte allerdings auf ein paar Regeln achten:

Preis/Leistung

Billig sind gute Energiesparlampen mit LED-Technik nicht. Sowohl für 230- als auch Zwölf-Voltsysteme gilt: Die Lampen erzeugen zwar aus wenig Strom viel Licht, doch bislang bieten Tests zufolge die teureren Produkte auch die bessere Leistung. Das bedeutet unter dem Strich, dass beispielsweise Energieeinsparung die Investition noch nicht rechtfertigt.

Farben und Lichtausbeute

Der Farbraum der am Markt verfügbaren LED ist recht vielfältig. Von Warmweiß (unter 3.000 Kelvin), über Neutralweiß (3.000 bis 5.300 Kelvin) bis zu bläulich kühlem Tageslichtweiß (7.200 Kelvin) können Verbraucher eine breite LED-Farblichtpalette erwerben. Hinzu kommt, dass die meisten LED bei der Farbwiedergabe laut der Prüfer von Stiftung Warentest besser abschneiden als klassische Energiesparlampen.

Lebensdauer

Hochleistungs-LED mit maximaler Lichtausbeute haben eine Lebensdauer von etwa zwei bis drei Jahren. Laut Herstellerangaben sollen auch LED-Leuchten für den Privathaushalt mittlerweile 15.000 bis 50.000 Betriebsstunden brennen. Letzterer Wert ist laut Stiftung Warentest deutlich zu hoch gegriffen. Tatsächlich machen den Birnen die hohen Temperaturen im Inneren zu schaffen. Daher empfehlen die Tester, nach einem Kauf den Kassenbon aufzubewahren und gegebenenfalls das Produkt umzutauschen. Allerdings fallen Leuchtdioden in der Regel nicht plötzlich aus, sondern werden nach und nach schwächer. Wissen sollte man, dass sie unempfindlich gegen Erschütterungen sind, ihre Lebensdauer aber vom jeweiligen Halbleitermaterial und den Betriebsbedingungen abhängt.
 
Matthias Kutzscher   11.01.2010

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