Eine Schwäche von Smartphones, Digicams oder MP3-Playern ist der schnelle Energieverbrauch. Während moderne Geräte feinste Technik auf wenig Raum vereinen und bepackt sind mit Funktionen, hat sich die Akku-Technologie vergleichsweise wenig entwickelt. Allzu schnell sind die Speicher leer. Das Ladebox-Konzept des Ökostromanbieters strasserauf geht das Problem an.
Die Warnung kommt als leises Summen daher: Gerade zwei Tage ist das iPhone an, schon machen die Akkus schlapp. Doch wie und wo aufladen, wenn man unterwegs ist? Einfach andocken an Strom-Tankstellen. Das ist die Lösung, die der Ökostromanbieter Strasserauf seit Juni empfiehlt. In Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart können Verbraucher ihre leeren Kommunikationsgeräte bereits in Ladeboxen des Düsseldorfer Unternehmens stecken und aufladen.
Knapp 30 Stationen in Cafés, Bars, Hotels oder Galerien gibt es bereits. „Bis Ende 2010 sollen es in allen Großstädten hierzulande rund 200 Ladeboxen sein“, berichtet Michael Divé, Geschäftsführer des Ökostromanbieters, der im Oktober 2009 gestartet ist und mittlerweile bundesweit Elektrizität aus Wasserkraft vertreibt.
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Mit den grünen Ladeboxen, die meist an Theken oder Tresen fest installiert sind, hat das Unternehmen eine Marktnische entdeckt und fährt parallel eine clevere Marketing-Kampagne: Mobile Großstädter sind mit ihren Kommunikationsgeräten längst rund um die Uhr unterwegs – und im Netz. Bluetooth, UMTS, GPS, WLAN sowie vor allem leuchtstarke Touchscreen-Displays aber fressen mächtig Strom. „Hier kommt die Akku-Technologie nicht mehr mit“, bestätigt Jürgen Rink, Chefredakteur der Fachzeitschrift „c´t Special“.
Doch nicht nur die Industrie hat laut Rink den Missstand verursacht, sondern auch der Anwender, wenn er etwa ein Smartphone weitaus intensiver nutze als ein herkömmliches Handy. „So muss jeden Tag nachgeladen werden“, sagt Jürgen Rink.
Aufladen beim Frühstück
Genau hier setzt das Ladebox-Konzept von strasserauf an. Das Clevere daran: Weder die genervten Städter mit ihren leeren Geräten, noch die Gastronomen oder Hotelbesitzer müssen für den Stromdienst etwas zahlen. „Wir kommen und stellen die Box kostenlos auf. Alles andere ist ein schöner Kundenservice“, erläutert Michael Divé. Auch die Bedienung ist einfach: Das aufladbare Gerät ab in die Box, passendes Ladekabel anhängen, Türchen zu und abschließen. Während man Milchkaffee, Brötchen oder Feierabendbier genießt, laden BlackBerry, Digicam oder iPad in gut 20 Minuten nun soweit auf, dass der Spaß mit den technischen Alltagsbegleitern weitern gehen kann.
Wer im Übrigen ein iPhone nutzt und wissen möchte, wo genau die neuen Strom-Tankstellen zu finden sind, kann sich im App Store das kostenlose App des Ökostromanbieters herunterladen. Die „Application“ zeigt den kürzesten Weg zur nächsten Ladebox und verrät, was das für ein Laden ist.
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Foto: colourbox.com ID:2606
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