Energiesparen
Tricks für kleines Geld
14.09.2011
Von Florian Junker
Wenn es draußen kalt wird, ist es Zeit, den Kampf gegen zugige Fenster, Türen und Co. anzugehen. Schon mit ein paar einfachen Handgriffen und günstigen Hilfsmitteln aus dem Baumarkt lassen sich mehrere Hundert Euro Energiekosten im Jahr sparen.
Schon vor dem Beginn der wirklich kalten Jahreszeit sollte jedem ein Licht aufgehen. Denn schlaue Zeitgenossen zünden jetzt ein Teelicht an und begeben sich damit auf die Suche nach undichten Fenstern und Türen. Wer die Kerzenflamme an den Rändern von Fenstern und Türen beobachtet, entdeckt schnell „schwarze Löcher“. Denn überall dort, wo die Flamme flackert oder gar ausgepustet wird, ist ein Dichtungsleck, durch das Energie ungenutzt verschwindet und das meist ganz leicht zu stopfen ist. Aber auch andere Methoden können helfen, die Energiekosten um mehrere Hundert Euro pro Jahr zu senken.
Fenster
Gerade alte Holzfenster sind zwar hübsch, aber auch oft undicht. Bei Temperaturwechseln verzieht sich das natürliche Material gern um ein paar Millimeter und lässt die kostbare warme Luft raus und kalte rein. Bei einer Dreizimmer-Altbauwohnung kann da schon etwas Dichtungsband (Meter ca. 0,35 Euro) Heizkosten von bis zu 100 Euro im Jahr sparen! Einfach die Fensterrahmen mit Spüli und Spiritus reinigen, das Band aufkleben, fertig. Allerdings gibt der Schaumstoff relativ schnell nach und die Bänder müssen alle paar Jahre erneuert werden. Länger halten die ebenfalls relativ leicht selbst zu verklebenden Profilgummidichtungen (etwa acht Jahre, Meter ab ca. 0,50 Euro). Wer dem Gummi ab und zu eine Abreibung mit Grafit gönnt, kann die Lebensdauer noch verlängern.
Ihre Fensterscheiben sind recht dünn? Aufklebbare Folien (ca. zehn Euro pro Fenster) können bis zu 50 Prozent Energieverlust vermeiden. Diese werden mit doppelseitigem Klebeband auf der Scheibe fixiert. Dadurch entsteht zwischen Glas und Folie eine hauchdünne Luftschicht, die die Scheibe isoliert. Die Optik ist allerdings Geschmacksache.
Aber auch ein ideales Zusammenspiel von Heizen und Lüften kann bares Geld sparen - laut der deutschen Energieagentur (dena) um 200 Euro im Jahr. Das Wichtigste ist, die Fenster in der kalten Jahreszeit nicht auf Kipp zu stellen. Denn wer den ganzen Tag dauerlüftet, muss abends die ausgekühlten Wände und Möbel wieder komplett aufheizen, das verbraucht viel Energie. Günstiger ist es, die Räume gleichbleibend auf Temperatur zu halten. Dazwischen dreimal am Tag die Heizung abstellen, alle Fenster und Türen bis zu 15 Minuten öffnen und stoßlüften. So wird nur die verbrauchte Luft inklusive aufgenommener Feuchtigkeit ausgetauscht ohne Mauerwerk und Einrichtungsgegenstände auf Außentemperatur abzukühlen.
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