
Kamin- und Kachelöfen
Nachhaltig, günstig und CO2-neutral
Schimmel
Kampf den Sporen
Laut Rechenbeispielen von Herstellerfirmen reduziert sich der Energieverlust bei modernen Wärmeschutzgläsern im Vergleich zu Einfachglas auf ein Viertel bis gar 50 Prozent. Die besten Modelle sollen inzwischen besser gegen Kälte isolieren als viele Altbauwände. Geworben wird mit Einsparmöglichkeiten von 12 bis 28 Liter Öl/Kubikmeter Gas pro Quadratmeter Baufläche. Es gibt bisher aber keine anbieterneutrale Langzeitstudie, die eine nennenswerte Energieeinsparung tatsächlich nachweist, wie Verbraucherschützer bemängeln.
Gläserqualität - der U-Wert entscheidet
Wie gut eine Fensterscheibe isoliert, ist an ihrem U-Wert zu erkennen. Dieser gibt den Wärmeverlust in Watt pro Quadratmeter Glasfläche an. Je niedriger der Wert, desto besser. Die ersten Isoliergläser, die vor 30 Jahren eingesetzt wurden, hatten noch einen U-Wert von 2,8. Mit den teuersten High-Tech-Dreifachgläsern von heute sind Werte von 0,8 bis 0,5 möglich. Erschwinglich und gut dämmend ist Wärmeschutzglas mit einem U-Wert von 1,1.
Rahmenmaterial - Kunststoff vor Holz?
Auch die Dämmeigenschaften der Fensterrahmen haben sich im Vergleich zu früher deutlich verbessert. Die Auswahl ist Geschmackssache und hängt vom Geldbeutel ab. Das klassische Holz (Fichte, Lärche, Meranti, Eiche) bietet mittlerweile guten Wärmeschutz. Nachteil: Es ist nur witterungsbeständig, wenn es regelmäßig, etwa alle drei bis zehn Jahre, gestrichen wird. Günstiger und pflegeleichter sind Kunststoffrahmen (zumeist aus PVC). Praktisch wartungsfrei, aber deutlich teurer sind Aluminiumrahmen.
Risiken - auf Feuchtigkeit achten
Wer sich nur neue Fenster einsetzen lässt, ansonsten aber energetisch nichts an einem alten Haus saniert, muss im Anschluss oft mit Schimmelbildung und Feuchtigkeit kämpfen. Die modernen Fenster mitsamt Rahmen machen die Wohnung schön dicht, lassen aber keinen Luftaustausch mehr zu. Die Außenwand wird dann zur kältesten Fläche am Haus, Wasserdampf aus der Luft schlägt sich nieder, Pilzbildung wird begünstigt. Wer jetzt nicht mehrfach am Tag länger lüftet, „hat sich mit den neuen Fenstern nur Probleme ins Haus geholt“, warnt Eva Reinhold-Postina vom Verband privater Bauherren. Deshalb empfehlen Experten einen kompletten Fensteraustausch in Altbauten nur dann, wenn gleichzeitig auch noch die Außenwände gedämmt werden. Ist das finanziell nicht drin, sollte man sich vor dem Umbau kostengünstig Rat beim Bauexperten der Verbraucherzentrale vor Ort holen.