Eine Energieberatung muss nicht teuer sein. Viele Versorger unterstützen ihre Kunden bei der Stromeinsparung sogar kostenlos. Auch können Mieter und Hauseigentümer bei der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums Heizkostengutachten zum Nulltarif erhalten. Zudem helfen Verbraucherzentralen preiswert, und selbst für eine aufwändige Energieberatung vor Ort können Hauseigentümer häufig einen Zuschuss erhalten.
Die hohen Preise für Strom, Öl und Gas motivieren viele Bürger zum Energiesparen. Tipps und praktische Hilfen dafür erhalten sie bei Energieberatern. Nur selten ist der mehrstündige Hausbesuch eines diplomierten Ingenieurs mit Zusatzausbildung nötig. Dieser berechnet für seine Dienste in der Regel mehrere hundert Euro. Dafür bietet er eine unabhängige und umfassende Beratung zu den Möglichkeiten, den Energieverbrauch eines Gebäudes zu senken.
Energiemessgeräte vom Versorger
Mietern nützt eine solche Analyse jedoch kaum etwas. Nur der Hauseigentümer kann die nötigen baulichen Veränderungen veranlassen. Deshalb reicht für Mieter oft eine einfache Beratung aus, wie sie viele regionale Energieversorger ihren Kunden kostenlos anbieten. Dabei stehen Einsparungen beim Stromverbrauch im Vordergrund.
Häufig leihen die Beratungsstellen der Versorger auch Energiemessgeräte aus. Mit diesen können die Kunden den Strombedarf von Großverbrauchern wie Kühl- und Gefrierschränken ermitteln. Auch dem schleichenden Energieverbrauch von Geräten mit Stand-by-Schaltung kommen sie so auf die Schliche. Teilweise stellen die Versorger leihweise einen Koffer mit unterschiedlichen Energiesparlampen zur Verfügung. Die Verbraucher können dadurch zu Hause testen, welches Modell und welche Lichtfarbe am besten in die Wohnumgebung passt. Tipps zum sparsamen Heizen und Listen mit energiesparenden Elektrogeräten runden das Angebot häufig ab.
Ebenfalls gebührenfrei sind derzeit die
Heizkostengutachten, die Mieter und Hauseigentümer im Rahmen der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministerium „co2online“ anfordern können. Auf der Internetseite "Klima sucht Schutz" ist ein
Online-Schnellcheck möglich. Dafür werden die Verbrauchsabrechnungen der vergangenen Heizperioden und einige technische Angaben zur Heizungsanlage benötigt. Der Aufwand für das Heraussuchen der Informationen lohnt sich oft. Nach Schätzung der Stiftung Warentest könnte jede zweite Heizkostenabrechnung niedriger ausfallen, wenn die Einsparmöglichkeiten genutzt werden.
An rund 500 Orten in Deutschland beraten die
Verbraucherzentralen zu Energiefragen. Die Architekten, Ingenieure oder Physiker gehen dabei auch auf Themen wie die Modernisierung einer Heizung oder die Verbesserung der Gebäudedämmung ein. Durch eine staatliche Förderung beträgt der Eigenanteil für die Beratung nur fünf Euro. Ist ein Termin vor Ort nötig, fallen zusätzlich 45 Euro an. Auch dieser Preis ist stark subventioniert.