Bei der Ernährung, der Geldanlage und im Urlaub CO2 einsparen
Ernährung
Eine regionale, saisonale und vegetarische Kost weist nur einen minimalen Treibhauseffekt auf. Tatsächlich erweisen sich Vegetarier und Menschen, die relativ wenig essen (rund 2.000 Kilokalorien pro Tag) als echte Klimaschützer. Sie verursachen mit ihrer Ernährung nur zwischen 0,65 und 0,98 Tonnen CO2 pro Jahr. Deutlich schlechter wird CO2-Bilanz durch einen hohen Fleischanteil, weite Transportwege der Lebensmittel, viel Tiefkühl- und Fertignahrung und die Aufzucht des Gemüses in beheizten Gewächshäusern. Das Einsparpotenzial durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kann nach Angaben des Umweltbundesamtes die Marke von 1.000 Kilogramm CO2 im Jahr übersteigen.
Geldanlage
Sind genügend finanzielle Reserven vorhanden, können Verbraucher auch über die Zeichnung eines geschlossenen Fonds für Erneuerbare Energien nachdenken. So beschleunigen sie den Umstieg auf eine CO2-neutrale Stromversorgung. Allerdings binden sie damit ihr Geld häufig über zwei Jahrzehnte. Zudem nehmen sie voll an den wirtschaftlichen Risiken des Betriebs der Wind- oder Sonnenenergieanlagen teil. Die grundsätzliche Möglichkeit eines Totalverlustes lässt sich dabei in der Regel nicht ausschließen.
Kompensationszahlung
Eine andere Möglichkeit, die eigene CO2-Bilanz zu verbessern, besteht darin, Klimaschutzprojekt wie etwa Aufforstungsprogramme zu unterstützen - zum Beispiel als Ausgleich für eine Fernreise. Doch Vorsicht: Anbieter für CO2-Kompensationszahlungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der WWF rät, bei der Auswahl eines Anbieters für die CO2-Kompensation auf die Zertifikation durch den Gold-Standard zu achten. Dieser sichert ein hohes Niveau der CO2-Ausgleichsprojekte.
CO2-Bilanz
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Foto: Henning Kaiser /ddp ID:2465