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Wäsche waschen

Sparen und Umwelt schonen

13.10.2010
Von Sandra Petrowitz
Wäschewaschen ist ein alltäglicher Vorgang, über den man in aller Regel nicht mehr groß nachdenkt. Wer sich ein bisschen mit Waschmitteln, Waschtemperaturen & Co. beschäftigt, kann aber nicht nur den einen oder anderen Euro sparen, sondern tut auch der Umwelt einen Gefallen, etwa indem er oder sie auf Weichspüler und auf Waschmittel aus so genannten Jumbo-Packungen verzichtet – Tipps rund ums Waschen und die Wäsche.
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Ein Vollwaschmittel, ein Colorwaschmittel und ein Wollwaschmittel – mehr braucht man eigentlich nicht. Das Vollwaschmittel kommt für alles Weiße bis zu einer Waschtemperatur von 90 Grad in Frage, das Colorwaschmittel ist für alles Bunte bis maximal 60 Grad gedacht, und mit dem Wollwaschmittel wäscht man empfindliche Textilien wie Wolle und Seide. Wer zarte weiße Gardinen hat, kann darüber hinaus noch ein bleichmittelhaltiges Gardinenwaschmittel einsetzen.

40 Grad sind genug

Normal verschmutzte Buntwäsche wird auch bei 40 Grad sauber – je höher die Temperatur, umso höher auch der Energieverbrauch, denn das Heizen frisst Strom. Beim Waschmittel sollte man grundsätzlich die auf der Verpackung angegebene Dosierung nicht überschreiten. Außerdem wichtig: die Waschmaschine voll laden – eine gute Handbreit sollte oben auf der Wäsche allerdings Platz sein. Wer noch mehr in die Trommel reinstopft, riskiert vor allem auf dunkler Wäsche Waschmittel-Flecken. Und: lieber länger waschen – Kurzprogramm brauchen nach Angaben der Stiftung Warentest vergleichsweise viel Wasser und Energie.

Manchmal muss es Kochwäsche sein

Normalerweise werden Handtücher und Bettwäsche auch bei 60 Grad sauber, wenn man ein gutes Waschmittel wählt. Bei ansteckenden schweren Krankheiten sollte man Weißes aber bei 90 Grad waschen, um die Krankheitskeime zu vernichten. Auch Babywindeln werden mit Kochwäsche sicher sauber.

Pulver statt flüssig

Im letzten Colorwaschmittel-Test der Stiftung Warentest hatten – wie schon in den Tests zuvor – Pulver und Tabs die Nase vorn; erstmals aber waren auch einige flüssige Waschmittel fast so gut. Erfreulich für Sparfüchse: Unter den neun Pulvern mit der Gesamtnote „gut“ fanden sich nicht nur teure Markenartikel, sondern auch mehrere preiswerte Waschmittel von Discountern wie Aldi, Lidl, Norma oder Netto. Der Preis für einen Waschgang beträgt laut den Testern bei Discounter-Handelsmarken ab 12 Cent. Mit Markenwaschmitteln kostet er locker das Doppelte.

Konzentrat statt Jumbo-Packung

Jumbo-Packungen sind bequem – man hat für lange Zeit Waschmittel und muss nicht dauernd nachkaufen. Doch Verbraucherschützer raten von den Riesen-Paketen ab, weil diese schwer abbaubare Füllstoffe enthalten, die die Gewässer belasten. Und auch der Verbraucher hat von den Jumbo-Packungen keinen Vorteil (wie er oft glaubt): Laut Stiftung Warentest wiegt eine Jumbo-Packung vier- bis fünfmal so viel wie ein kleines Kompaktpulver, reicht aber nur dreimal so lange.

Weichspüler sind unnötig

Wer seinem Geldbeutel und der Umwelt etwas Gutes tun will, verzichtet auf Weichspüler. Sie machen die Wäsche nicht sauberer, belasten aber die Gewässer, weil sie Phosphate enthalten. Die Wäsche duftet zwar hinterher gut, aber der Wasserenthärter in den Waschmitteln reicht normalerweise aus, um die Wäsche tragbar weich zu machen. Daher die Empfehlung: auf Weichspüler lieber verzichten. Ausnahme: Neurodermitiker, denen Allergologen zur Weichspüler-Verwendung raten.

Leine statt Trockner

Wäsche auf der Wäscheleine im Garten oder auf einem Wäscheständer trocknen. Wäschetrockner brauchen sehr viel Energie. Wer auf einen Trockner dennoch nicht verzichten will, sollte einen Kondensationstrockner mit Wärmepumpe wählen, der nur halb so viel Strom wie herkömmliche Geräte verbraucht, und seine Wäsche zuvor in der Waschmaschine mit mindestens 1400 Umdrehungen schleudern. Das verkürzt die Trockenzeit.

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