Auf alten Bändern befinden sich oft einmalige Erinnerungen, die es wert sind, auch noch in der nächsten Generation bestaunt zu werden. Am elegantesten lassen sich diese per DVD-Rekorder ins digitale Zeitalter retten. Der Nachfolger des VHS-Videorekorders zeichnet das analoge Fernsehsignal digital auf und brennt es gleich noch auf eine DVD. Günstige Geräte gibt es bereits ab 200 Euro und diese haben zum Teil sogar noch eine integrierte VHS-Abspielmöglichkeit. So lassen sich auch größere Mengen an alten Videokassetten relativ bequem digitalisieren.
Bei anderen Bandsystemen als VHS können Sie in aller Regel das Abspielgerät (zum Beispiel eine alte Videokamera) direkt an den Signaleingang des DVD-Rekorders anschließen und müssen dann nur noch den richtigen Kanal für die Aufnahme finden. Wer nur einzelne Bänder retten möchte und kein extra Gerät dafür anschaffen will, kann aber auch mit dem eigenen Computer Videoaufnahmen digitalisieren.
Dazu brauchen Sie allerdings einen leistungsfähigen PC mit etwas Platz auf der Festplatte und Grafikartenpower. Als Verbindung in den Rechner reicht dann oft schon ein sogenannter „Videograbber“ (ab neun Euro). Der kleine Adpater wird in den USB-Steckplatz in Ihrem Computer geschoben mit dem S-VHS-Ausgang (runde Buchse mit vier kleinen und einem größeren Loch) des alten Geräts verbunden. Mit der freien Software
VirtualDub lassen sich dann die Videos aufzeichnen, abspeichern und auch noch qualitativ nachbearbeiten. Ein Adapter für ältere Geräte, die zum Beispiel nur einen SCART-Anschluss haben, kostet zusätzlich um die vier Euro.
Allerdings sind die Ergebnisse mit der ganz günstigen Lösung oft nicht völlig fehlerfrei. Denn sind Ihr Rechner, die Festplatte oder die Grafikkarte zu langsam, kommt es schnell zu Bildaussetzern und unschönem Ruckeln. Richtige TV-Karten oder Videoschnittlösungen, die dem PC nicht soviel abverlangen, gibt es ab 50 Euro bzw. 100 Euro. Nachhaltig lohnt sich das aber nur, wenn Sie mit Ihrem Computer künftig wirklich Fernsehen empfangen wollen oder öfter Videos bearbeiten. Gelegenheitsvideokünstler werden aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem DVD-Rekorder glücklicher, denn der hat eine eingebaute Festplatte, mit der sich auch einfache Kürzungen und Zusammenschnitte direkt am TV-Bildschirm vornehmen lassen.