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Klar können Sie auch ohne Feilschen auf einem Flohmarkt einkaufen – allerdings kommt Sie das unter Umständen teuer zu stehen. Denn erfahrene Verkäufer schlagen auf ihre Preise in der Regel gut und gerne 20 Prozent „Handel-Bonus“ drauf – manch’ dreister Kollege verlangt sogar das doppelte von dem, was seine Teile üblicherweise auf Trödelmärkten einbringen.
Die drei wichtigsten Handels-Regeln:
Die meisten Flohmarkt-Funde sind persönliche Stücke. Psychologische Studien zeigen, dass deswegen Verkäufer ihre Stücke lieber an sympathische Menschen abgeben. Indem Sie Interesse signalisieren, würdigen Sie den emotionalen Gehalt - und man kommt Ihnen lieber preislich entgegen.
Den Pfennig ehren
Die dicke Brieftasche mit allen Papieren und den großen Scheinen lassen Sie am besten gleich zu Hause. Im dichten Gedränge haben Taschendiebe sonst leichtes Spiel. Außerdem ist Kleingeld das begehrteste Tauschmittel auf dem Flohmarkt! Trödel-Verkäufer nervt nichts mehr als Kunden, die einen 50-Euro-Schein zücken und dafür ihr ganzes Wechselgeld haben wollen. Bessere Flohmarkt-Konditionen bekommen Sie dagegen, wenn Sie viele Münzen oder auch Fünf-Euro-Noten eingesteckt haben.
Idealerweise verteilen Sie das Geld zu gleichen Teilen auf verschiedene Plätze (etwa jeweils zehn Euro auf die Hosentaschen und den Schnappgeldbeutel in der Jacke). So haben Sie immer ein gutes Handargument griffbereit: Wenn der Verkäufer unbedingt 12,50 Euro für die alte Beatles-Platte haben will, zücken Sie den kleinen Geldbeutel mit den zehn Euro und erklären, dass Sie leider nicht mehr dabei haben. Zieht er mit, haben Sie mit einem Satz 25 Prozent gespart – und dass ohne langatmiges Handeln.