Bei edlen Outfits wie schicken Blusen, Kleidern, Krawatte.
Regelmäßige Pflege: Lüften, lüften, lüften. Denn Seide gehört zu den Diven im Kleiderschrank und möchte so selten wie möglich mit einer handfesten Wäsche belästigt werden. Es muss aber sein? Prüfen Sie vorher, ob das Seidenteil wirklich ins Bad darf. Besonders empfindliche Stoffe (wie zum Beispiel Dupioni-Seide) vertragen tatsächlich gar kein Wasser und müssen leider in die Reinigung. Aber auch für die anderen gilt: Statt in der Maschine nur von Hand reinigen! Und das klappt am besten mit flüssigem Feinwaschmittel in maximal lauwarmem (nie heißem) Wasser. In den vorletzten Spülgang einen großzügigen Schuss Essigessenz geben, das lässt die Farben wieder leuchten.
Spezialbehandlung: Die Seidenkrawatte sieht verkrumpelt aus? Tatsächlich kann man Seide bügeln, aber bitte nur ganz vorsichtig! Idealerweise ist der Stoff noch vom Waschen feucht. Da man Krawatten wegen der Form am besten garnicht wäscht, den Schlips zwischen zwei gut feuchte Geschirrhandtücher legen und bei leichter Bügeltemperatur plätten.
Microfasern
Natürliche Vorkommen: Überall da, wo Stoff superschnell trocknen soll: Bei Sportshirts, Unterwäsche, aber auch im Haushalt, wie etwa bei Spezialtüchern und Polierlappen.
Regelmäßige Pflege: Der Stoff wird nicht mehr richtig sauber oder müffelt? Bevor die Wäsche in die Maschine kommt, gönnen Sie ihr 20 Minuten im warmen Essigbad (vier Tassen Wasser, eine Tasse Essigessenz). Das löst Schmutz- und Kalkablagerungen aus den Fasern und macht Bakterien den Garaus. Bitte nicht von Hand weiter waschen, Wassermenge und Rubbeleffekt sind zu wenig, die Reinigung ist nicht effektiv genug. Statt dessen ab in die Waschmaschine: Microfasern vertragen mindestens 40 Grad im Schonwaschgang mit Vollwaschmittel. Der Stoff war früher kuscheliger? Wenn nicht ausdrücklich auf der Waschanleitung verboten, das Stück nach jedem zweiten Waschen in den Trockner stecken. Das lockert die Fasern und macht sie wieder saugfähig.
Spezialbehandlung: Wasser allein ist besonders bei dickem Vlies oft nicht porentief genug. Eine der folgenden Auffrischungskuren sollte dagegen helfen: Zum Beispiel ein Saunagang (für drei Minuten bei 700 Watt in die Mikrowelle) macht Schwammtücher wieder keimfrei. Oder eine Nacht im Eis (in einer Plastiktüte 12 Stunden in die Gefriertruhe) legt Bakterien und Pilze lahm. Als Alternative lässt ein ausgedehntes Sonnenbad Microfasern duften, denn UV-Licht killt nicht nur Geruchsbakterien, sondern auch fast alle anderen Keime.
Baumwolle
Natürliche Vorkommen: T-Shirts, Pullis, Jeans, aber auch Turnschuhe aus Stoff.
Regelmäßige Pflege: Ihre frisch gewaschenen Baumwollteile sehen irgendwie schief aus? Schuld ist nicht das Waschen, sondern das Trocknen. Denn die Naturfasern saugen sich in der Trommel mit Wasser voll und werden schwer. Hängt man nasse Jeans oder T-Shirts auf, sickert das Wasser nach unten und zu den dickeren Nähten, der Stoff verzieht sich und leiert aus. Kein Grund, sich von Lieblingsteilen zu trennen. Oft hilft es schon, sie zwei Mal hintereinander zu waschen. Danach flach auf den Wäscheständer legen, in Form zupfen und trocknen lassen. Die Stoffsneakers sind verfärbt? Packen Sie jeden Schuh in einen Schutzanzug (z.B. eine große helle Socke, eine alte Kissenhülle). Die Schnürsenkel werden lose mit eingepackt. Stecken Sie die Turnschuhe in einen 40-Grad-Waschgang mit ähnlichen Farben. Je voller die Maschine, desto besser! Die Schuhe poltern dann nicht in der Trommel herum. Nur Feinwaschmittel dazu, das schont die Gummisohlen.
Spezialbehandlung: Für verzogene Jeans ohne Stretchanteil oder Shirts: der 501-Trick aus der Levis-Jeans-Werbung. Dafür an einem heißen Tag das Teil anziehen und für 20 Minuten damit in die warme Badewanne. Danach ein Sonnenbad nehmen und gemeinsam trocknen. Der Effekt: Die Fasern ziehen sich im Wasser „an den richtigen Stellen“ zusammen, die Form passt sich dem Körper an, beim Trocknen wird das Ergebnis fixiert. Damit feuchte Baumwollsneakers nicht verformen, jeden Schuh mit Küchenkrepp ausstopfen. Das nimmt die Feuchtigkeit auf und stützt die natürliche Passform.