Her mit dem jungen Gemüse! So lange es die richtige Sorte ist. Denn in der kalten Jahreszeit gelten ganz andere Verbraucherregeln als im Frühjahr oder Sommer. Geldsparen zeigt, mit welchen regionalen Obst- und Gemüseangeboten man nicht nur günstiger einkauft, sondern auch vitaminreicher lebt und nebenbei auch noch die Umwelt schont.
Wer heute in der Frischeecke im Supermarkt oder auf dem Markt zu den falschen Sachen greift, zahlt oft gleich mehrfach drauf. Ein gutes Beispiel ist Kopfsalat. In den Sommermonaten waren die grünen Blätter günstig und voller Vitamine. Je weiter es in die kalte Jahreszeit hineingeht, desto teurer wird der vegetarische Genuss jedoch in der Regel. Außerdem erhöht sich in den oft unausgereiften Köpfen in diesen Monaten regelmäßig die Nitrat-Konzentration, die laut Studien Krebs zumindest begünstigen kann. Und damit nicht genug: da die Ware bei kühler Witterung oft über lange Strecken transportiert oder in beheizten Gewächshäusern herangezogen wird, verschlechtert sich die Ökobilanz des Gemüses deutlich. Schlaue Verbraucher kaufen deswegen ihr
Obst und Gemüse nach Saison aus der Region. Das schmeckt jetzt besser, ist gesünder und schont den Geldbeutel:
Beeren und Früchte
Am Anfang des Herbstes fangen Brombeeren, Stachelbeeren und Preiselbeeren die letzten Sonnenstrahlen hierzulande ein und liegen in bester Qualität am Obststand. Die Zeit für Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren ist dagegen vorbei. Die jetzt erhältliche Importware aus südlichen Gefilden bringt neben höheren Preisen auch gerne mal höhere Pestizidbelastungen mit. Nicht ganz so lecker! Deswegen jetzt lieber noch mal die letzten heimischen Trauben genießen oder aus ausgereiften Quitten günstige Marmelade kochen. Kirschen, Mirabellen oder Pfirsiche sind dagegen kaum mehr aus regionalem Freilandanbau erhältlich und sollten bis zum nächsten Frühsommer vom Speiseplan gestrichen werden. Beim deutschen Lieblingsobst Apfel ist die Lage ein klein wenig komplizierter: Natürlich ist auch hier die Erntezeit weitgehend schon vorbei, allerdings kann die heimische Produktion recht gut im Kühlhaus gelagert werden. Im Zweifel kann ein so konservierter Apfel auch im tiefsten Winter im Vergleich zu einem importierten neuseeländischen Gewächs eine gute und günstige Wahl sein. Allerdings sollte das eingelagerte Obst möglichst schnell verbraucht werden, denn es verliert in der Regel seine Frische etwas schneller.