Sie nutzen das Internet seit Jahren und kennen wie Ihre Westentasche? Dann könnten Sie besonders gefährdet sein, ein Opfer von Onlinekriminalität zu werden. Geldsparen erklärt, warum Erfahrung im Netz erstaunlich gefährlich sein kann - und wie Sie sich günstig schützen können.
Wer wird im Internet besonders häufig zum Opfer von verbrecherischen Attacken? Laut einer jüngst veröffentlichten
Studie, sind es überraschenderweise nicht etwa Webneulinge der älteren Generation oder das - angeblich - technisch weniger begabte weibliche Geschlecht. Die Betroffenen von Onlinebetrügereien oder Angriffen mit Viren, Trojanern oder Phishing sind ganz im Gegenteil häufiger diejenigen, die sich eigentlich für die Welt des Webs besonders gewappnet fühlen! Sie sind männlich, jung und surfen schon seit Jahren ständig im Internet. Besonders also die Generation, die mit dem Computer aufgewachsen ist, scheint in Gefahr zu sein. So surfen alle sicherer, egal ob Mann, Frau, jung oder alt:
Sicherheit durch Skepsis
Der Hauptgrund, warum so manche Oma sicherer durchs Netz surft als ihre Enkel, ist im Prinzip ganz einfach: Sie ist skeptischer. Ist es für PC-Jünger ganz normal, alles von Bankgeschäften über Einkäufe bis zur Kommunikation mit Freunden über das Internet abzuwickeln, sind ältere User zurückhaltender. Für Menschen, die Telefone mit Wählscheiben noch aus dem Hausgebrauch kennen und sich an die Aufregung des ersten Farbfernsehers in der Bekanntschaft erinnern können, ist die scheinbar unendlich große Welt der Möglichkeiten im Netz unüberschaubar – und daher etwas unheimlich. Persönlichste Daten werden folglich ungern und seltener per Internet mitgeteilt und Einkäufe immer noch lieber im Fachgeschäft als im Onlinekaufhaus erledigt. Eine Zurückhaltung, die schützen kann.
Kaum ein Powerinternet-User wird dagegen auf das Netz der Schnäppchen verzichten wollen - von extrem günstigen
Online-Girokonten über
kostenlose elektronische Post bis zu Onlinepreisvergleichen. Aber das Internet bedenkenlos und ohne Schutz zu benutzen, lockt Verbrecher immer häufiger an – und kann am Ende teuer werden.
Häufigste Angriffe
Über die Hälfte der erwachsenen Internetnutzer hat sich bereits einmal einen Virus oder ähnliches auf seinem PC eingefangen. Und mehr als jeder Vierte wurde sogar erst innerhalb der letzten zwölf Monate auf diese Art angegriffen. Deshalb ist es unerlässlich, ein Antivirenprogramm zu installieren, wenn man sich ins Netz begibt. Und das muss für Privatpersonen noch nicht mal etwas kosten: Vom Softwaregiganten Microsoft gibt es
hier umsonst Schutz und auch die Gratis-Version von
AntiVir leistet ausreichende Dienste. Wer zusätzlich das Betriebssystem (meist Windows) und Browser (zum Beispiel Internetexplorer oder Firefox) automatisch aktualisiert, gewinnt viel Sicherheit - ohne einen Cent auszugeben.
Allerdings schützen Virenprogramme und Updates kaum gegen die zweit- und dritthäufigsten Webattacken: Online-Betrug und Phishing. Jeden zehnten User haben sie schon einmal erwischt. Denn: Irren ist auch im Netz menschlich. Am Ende ist es der Nutzer vor dem Rechner selbst, der auf das lockende Werbebanner eines unseriösen Händler hereinfällt oder auf den Link in einer gefälschten E-Mail klickt und geheime Zugangsdaten preis gibt. Der beste Schutz ist hier ganz untechnisch: Schalten Sie mit Rechner und Laptop auch unbedingt den gesunden Menschenverstand ein.