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Nebenkosten

Fließend Wasser sparen

10.01.2012
Von Florian Junker
Die Kosten für Trinkwasser können zur eiskalten Dusche fürs Haushalts-Budget werden. Geldsparen.de hat die effektivsten Tricks und Produkte zum Wassersparen gesammelt.
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Wasser hat seinen Preis, gerade hierzulande. Pro Kubikmeter zahlen die Deutschen durchschnittlich 1,90 Euro – Bürger der USA müssen im Vergleich unter 0,50 Euro bezahlen, das ist weniger als Viertel! Grund genug, beim kostbaren Nass ein wenig zu sparen. Die besten Trinkwasser-Spartipps für:


Küche

Sie lieben frisches Obst und Gemüse? Gönnen Sie ihnen ein Bad und waschen Sie Frisches statt unter fließend Wasser lieber in zwei Schüsseln. In der einen wird vorgesäubert, z.B. die Schale gebürstet, die Blätter von Erde und Insekten befreit. In der anderen wird noch einmal gründlich nachgespült. Der Vorteil: Während aus dem Wasserhahn schon in einer Minute 15 Liter und mehr fließen, brauchen Sie pro Schüssel nur ca. drei Liter – und haben beim Reinigen alle Zeit der Welt. Bevor Sie einen neuen Geschirrspüler anschaffen, unbedingt einen Blick auf den Wasserverbrauch werfen. Der sollte unter 15 Liter pro Gang liegen, ideal sind Geräte, die Spüldauer und Wassermenge automatisch an den Verschmutzungsgrad des Geschirrs anpassen.

Mit der Hand verbraucht man deutlich mehr Wasser, aber manche Stücke dürfen einfach nicht in die Maschine? Da hilft ein Durchflussbegrenzer (auch Perlator genannt, gibt es zum Beispiel bei energiesparshop24.de für 6,45 Euro). Er wird auf den Wasserhahn montiert und drosselt den Durchfluss auf sieben Liter pro Minute – das spürt man nicht beim Spülen, dafür umso mehr bei der Wasserabrechnung.

Toilette

Aus dem Spülkasten läuft ständig ein Rinnsal durch die Schüssel? Ein Fass ohne Boden! Bis zu 5.000 Liter Trinkwasser können durch solche undichten WC-Spülungen oder auch tropfende Wasserhähne übers Jahr verloren gehen. Helfen kann hier ein spezielles Gewicht, das an die Wasserzufuhr im Kasten gehängt wird („WC-Wasser-Stopp“, zum Beispiel über www.strom-und-wassersparer.de für 9,90 Euro, verschiedene Ausführungen). Der Effekt: Es wird nur so lange gespült, solange die Taste tatsächlich gedrückt wird und nicht jedes Mal der komplette Spülkasten entleert. Statt durchschnittlichen neun Liter fließen so nur etwa drei Liter pro Spülgang in die Kanalisation.


Bad

Baden verbraucht etwa 150 Liter Wasser, eine Blitzdusche nur etwa ein Drittel so viel – das ist vielen bekannt. Aber auch beim Duschen lässt sich zusätzlich sparen, zum Beispiel durch einen besonders effizienten Duschkopf. Durch einen geschickten Aufbau versprüht dieser statt den herkömmlichen 20 Litern unter 7 Liter pro Minute (zum Beispiel „Novolence“ für 18,90 Euro über dereinsparshop.de). Bei einer dreiminütigen Erfischungsdusche spart das rund 40 Liter Wasser! Durch clever angelegte Lochdüsen haben Sparbrausen dabei genau so viel Kraft wie althergebrachte Modelle. Ihr alter Duschkopf ist noch gut in Schuss? Dann können Sie ihn mit einem Durchflußbegrenzer (zum Beispiel von www.intelectra-shop.de für 8,81 Euro) nachrüsten: Das Metallköpfchen wird zwischen Armatur und Schlauch montiert und drosselt den Wasserdurchfluss um 50 Prozent. Geben Sie auch dem Zahnputzbecher eine neue Chance. Der fasst ca. 200 ml und reicht für drei Minuten Putzen, Tauchen, Nachspülen vollkommen aus. Lassen Sie dagegen das Wasser beim Zähneputzen laufen, versickern selbst bei einem Sparwasserhahn noch bis zu 24 Liter im Ausguss.

Balkon und Garten

Klar, wie viel Wasser Sie auf Balkon oder im Garten verbrauchen, hängt von Fläche, Pflanzen ab und ist individuell sehr unterschiedlich. Der beste Freund aller modernen Wassersparer ist eine alte Bekannte: die Regentonne. Und dafür müssen Sie nicht gleich ein riesiges Fass aufmachen. Platzieren Sie statt dessen unterhalb der Regenrinne ein oder mehrere Eimer und lassen Sie große Gießkannen immer an einem schattigen Platz draußen stehen, wo dennoch Regen hinfällt. Das hilft auf einfache Weise, kostenloses Regenwasser zu sammeln. Gießen Sie am besten nur abends, so verdunstet möglichst wenig von dem kostbaren Nass und es kommt ordentlich Wasser bei den Pflanzen an. Problem in Trockenperioden: Die Erdoberfläche ist hart, das Wasser versickert in den obersten Schichten und gelangt nicht an die Wurzel. Trick für besonders durstige Pflänzchen: Schneiden Sie etwa 10 Zentimeter lange Stücke von einem alten Gartenschlauch ab und stecken Sie sie in die Erde. Gießen Sie direkt über den „Zulauf“, so bekommt die Wurzel eine Extraportion Wasser und es geht nichts über die Verdunstung verloren. Und auch, wenn das nach Überfluss aussieht: Gießen Sie grundsätzlich lieber seltener und dafür kräftig, denn erst wenn der ganze Erd- und Wurzelballen durchfeuchtet ist, können Pflanzen das blaue Gold optimal aufnehmen.
 

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Leserkommentare

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25.01.2012 23:27 Uhr
abe1910: ockner
Ich schütte das Wasser, was sich im Trockner ansammelt, generell zu Beginn des Waschvorganges in die Waschmaschine.
21.01.2012 18:09 Uhr
Wassertaucher: Wasser sparen macht Wasser teurer
jimknopf hat Recht, je weniger in den Haushalten an Wasser verbraucht wird, desto weniger werden die Abwasserkanäle durchgespült und das betrifft nicht nur die Toilettenspülung. Je weniger Wasser verbraucht wird, desto mehr Schlamm und keine Ahnung was für Reste sammeln sich in den Abwasserrohren. Diese müssen dann regelmässig durchgespült werden, natürlich werden diese Kosten für Wasser und Arbeitsaufwand durch die steigenden Wasserpreise dann auf den Sparer übertragen. Diese Durchspülungen werden übrigens gar nicht mal selten gemacht.

Kam vor einiger Zeit eine Reportage drüber im TV, war sehr interessant.

Aus Sicht der Natur ist Wassersparen allerdings wirklich das Beste!
21.01.2012 17:04 Uhr
Rita2008: Mineralwasser
Viel Geld kann man auch sparen, wenn man kein Mineralwasser kauft, sondern zum Trinken auch das Wasser aus der Leitung benutzt. Auch bei hohen Trinwasserpreisen ist das immer noch wesentlich günstiger, als die Flaschen aus dem Supermarkt.
16.01.2012 16:01 Uhr
Sparerin: Wassersparen schon sinnvoll
Zum Kommentar von Jimknopf möchte ich sagen, dass das wohl eher die Toilettenspülung betrifft, oder? Ich nehme z.B. Wasser, das ich zum Waschen von Obst oder Salat in einer Schüssel benutzt habe, zum Gießen meiner Pflanzen. Auf der Toilette benutze ich zwar auch oft die Kurzspültaste, aber oft auch die "gründliche". Das mit der Kanalreinigung ein Problem entstehen könnte, war mir überhaupt nicht bewusst. In der Zeitung habe ich davon auch noch nie gelesen.
15.01.2012 18:41 Uhr
Herbie: Wasser im Haushalt sammeln
Ich habe in der Küche einen Eimer stehen, in dem ich Wasser sammle. Zum Beispiel schrecke ich gekochte Eier nicht unter laufendem Wasser ab, sondern tauche sie in eine kleine Schüssel mit kaltem Wasser. Solches Wasser ist sauber und kann z.B. zum Gießen (oder Tauchen) der Zimmerpflanzen verwendet werden. Im Sommer wird auch das Wasser, in dem Salat geputzt wird, zum Gießen im Garten/auf dem Balkon verwendet. Wenn man während der Hausarbeit überlegt, fallen einem viele solche Möglichkeiten ein.
13.01.2012 09:55 Uhr
jimknopf1961: Wasser sparen nicht immer sinnvoll
Durch Wasser sparen fehlt in vielen Häusern sowie nachher in den kommunalen Kanälen der "Durchspüleffekt". Die Folge davon ist, daß erhöhter Kanalreinigungsaufwand entsteht der die Kosten des gesparten Wassers bei weitem übertrifft. Die Empfehlung gerade an "Kleinhaushalte" Wasser zu sparen ist in den meisten Fällen ein "Eigentor". Die Kanalreiniger freuen sich darüber.
Foto: Colourbox.com ID:2261
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