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Gebäck und Co.

Günstig und gesünder

12.12.2010
Von Florian Junker
Zimsterne, Dominosteine und Co., es ist Gebäckhauptsaison, aber leider stecken in vielen Versuchungen nicht nur ordentlich Zucker und Fette, sondern auch ein paar Gesundheitsrisiken. Mit den richtigen Wissen lassen sich mögliche Gefahren vermeiden und das kostet meist keinen Cent mehr.
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Es ist ein Luxusproblem: Die moderne Lebensmittelindustrie liefert so viele Leckereien wie selten zuvor. Gerade in Backutensilien wie Weizenmehl, Backpulver, Milch und Co. stecken jedoch Stoffe, die Allergien begünstigen können. Fertigteige und -gebäcke sind zudem nicht nur teuer, sie enthalten auch jede Menge Chemie von Emulgatoren bis zu Geschmacksverstärkern. Wer süße Leckereien liebt, muss aber nicht auf sie verzichten – sondern nur ein paar Tricks beachten. Lesen Sie hier, wie man bei Gebackenem ungesunde Inhaltsstoffe und manchmal sogar Geld sparen kann.


Milch

Sie schmeckt lecker und versorgt den Körper mit Calcium. Allerdings enthält Kuhmilch auch Lactose und diese kann den Darm reizen. Wissenschaftler streiten noch, ob eine Kuhmilch-Unverträglichkeit (Lactoseintoleranz) angeboren ist oder durch den Verzehr von Milch, Käse und Joghurt mit der Zeit entsteht. Die Folgen sind allerdings bekannt: Übelkeit, Bauchschmerzen, Hautprobleme. Um Lactose „zu sparen“ kann man natürlich auf teure lactosefreie Milch umsteigen. Leckerer und günstiger ist für Selbstgebackenes wie Pfannkuchen, Waffeln oder Hefeteig jedoch diese Variante: Verrühren Sie mit dem Schneebesen 200 Gramm Sahne mit 600 bis 700 Gramm Wasser (je nach gewünschter Dicke). Der Mix kann wie Milch verwendet werden – kostet aber bis zu 40 Prozent weniger.

Mehl

Ob zu Hause oder in der Großbäckerei: Helles Gebäck wird in der Regel aus feinem weißen Weizenmehl (Typ 405) gemacht. Allerdings steckt in hellem Mehl auch der sogenannte „Weizenkleber“ (Gluten), der den Darm strapaziert und sogar Allergien auslösen kann. Bei fertig gekauften Kuchen, Brötchen oder Backmischungen werden sogar bis zu 30 Prozent Gluten zusätzlich beigemischt. Denn „Weizenkleber“ (auch „Weizenstärke“ genannt) lässt Teig schnell gehen und luftig und locker aussehen.

Der Trick, um zu Hause Gluten zu sparen: Mischen Sie in Zukunft für den Kuchen- oder Plätzchenteig normales Weizenmehl mit Kartoffelmehl. Die Stärke aus der Knollenfrucht kostet zwar etwa genauso viel wie Mehl, ist aber zu einhundert Prozent glutenfrei und damit verträglicher. Der Trick bei gekauften Kuchen und Plätzchen: Greifen Sie öfter zu Vanillekipferl, ihr Teig besteht traditionell aus Mehl und einem guten Teil abgezogenen Mandeln. Dunkle, kernigere Gebäcke wie Linzertorte oder Gewürzkuchen werden oft mit Nüssen versetzt und mit dunkler geschrotetem Weizenmehl gebacken, das hilft ebenfalls „Weizenkleber“ zu sparen. 

Backpulver

Herkömmliches Backpulver wird chemisch hergestellt und enthält neben Natron auch Phosphate und oft eine Menge Natrium. Weinsteinbackpulver dagegen ist ein natürliches Nebenprodukt der Weinherstellung und sowohl gluten- als auch phosphatfrei. Nebenbei enthält es nur ein Drittel soviel Natrium wie „normales Backpulver“ - kostet aber im Supermarkt keinen Cent mehr. In der eigenen Küche lässt sich Weinsteinbackpulver ganz leicht integrieren. Es ist genauso zu verwenden wie das gewöhnliche Backpulver und ebenso ergiebig. In der Regel reicht ein Päckchen also für 500 Gramm Mehl.
 
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