Gewürze
Bevor man zum Beispiel Zimtsterne backt oder fertigen Lebkuchen kauft, sollte man wissen, dass ein paar typische Weihnachtsgewürze wie Zimt und Muskat wirklich nur in feinen Dosen auf den Gebäckteller gehören. Denn Zimt enthält zum Beispiel Cumarin, ein Stoff, der im Verdacht steht, in größeren Mengen verzehrt die Leber zu schädigen. „Cassia-Zimt“ ist die günstigste Sorte, allerdings auch auf Kosten der Gesundheit – denn Cassia-Zimt enthält besonders viel Cumarin. Bei gekauften Zimtsternen sollte (vor allem bei Kindern!) deswegen laut Experten lieber nach vier Stück Schluss sein.
Wer gerne selbst backen möchte, kann auf „Ceylon-Zimt“ ausweichen, der ist etwas teurer, enthält aber weniger Cumarin. Wer Zimt liebt, sollte übrigens auch bei Kosmetika mit weihnachtlichem Duft wie Seife oder Cremes sparsam sein! Denn das eventuell darin enthaltene Cumarin kann auch über die Haut in den Organismus gelangen. Auch bei Muskatnuss ist weniger mehr: Denn der Inhaltsstoff Myristicin wird im Körper zu einem aufputschenden Amphetamin umgewandelt. Das macht eine Prise Muskat zu einem natürlichen Stimmungsaufheller an dunklen Wintertagen – schon drei Nüsse können allerdings tödlich sein! Wer Gefahren drosseln und dabei noch sparen will, kann beim Backen auf „harmlosere Gewürze“ umsteigen: Pfeffer, Chili und dunkler Kakako kosten im Verhältnis deutlich weniger als Ceylon-Zimt und Muskat, geben zum Beispiel Pfeffernüssen aber eine neue interessante Note – ohne bedenkliche Inhaltsstoffe.
Bittermandeln
Sie geben vielen Weihnachtsgebäcken den typischen herbbitteren Geschmack. Was viele Verbraucher allerdings nicht wissen: Bittermandeln enthalten geringe Anteile Blausäure und sind gerade für Kinder nicht ungefährlich. Schon fünf bis zehn Nüsse können zu einer tödlichen Vergiftung führen! Weniger bedenklich und deutlich günstiger ist da das Bittermandelaroma: Für ein Vierer-Päckchen des Markenherstellers zahlen Sie zwar etwa doppelt so viel wie für eine 50-Gramm-Tüte Bittermandeln. Dafür ist das flüssige Aroma weitaus ergiebiger, lässt sich tröpfchenweise dosieren, platzsparend aufbewahren und lange lagern. Bei gekauftem Weihnachtsgebäck nach Varianten mit „Süßmandeln“ fragen: Sie haben einen lieblicheren Geschmack, sind aber absolut ungefährlich.
Backen
Egal, ob man nun den handgemachten Plätzchenteig oder den Kuchen aus der Fertigpackung in den Ofen schiebt, sollte man bei einem aber auf jeden Fall sparen: Der Temperatur. Denn je heißer und schärfer etwas zubereitet wird, desto mehr Acrylamid entsteht – ein Stoff, der in Verdacht steht, krebserregend zu sein und das Erbgut zu schädigen. Hobbybäcker gehen mit Höchsttemperaturen von maximal 180 Grad beim Umluftofen und 200 Grad bei Ober- und Unterhitze auf Nummer sicher. Denn bleibt man beim Ofen deutlich unterhalb der Leistungsgrenze bremst das die Stromkosten - und die Entstehung von Acrylamid. Zusatztrick: Verwenden Sie Backpapier. So bräunt Gebäck von unten nicht so stark an, das ist gesünder. Statt nach jedem Plätzchen backen die Bleche abzuspülen, neu einzufetten und mit Mehl zu bestäuben, kann Backpapier außerdem mehrfach verwendet werden – ein gesunder Spareffekt.