Kühlboxen
Eiskalte Reisebegleiter
20.07.2010
Von Matthias Kutzscher
Wenn es im Sommer schön warm ist, sind Kühlboxen gefragt. Verbraucher haben jedoch die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Technologien. Hinzu kommt: Nur wer Kühlboxen richtig nutzt, begeistert Familie sowie Gäste mit eiskalter Kost und spart zudem noch Energie.
Kühlboxen halten Getränke und Speisen beim Picknick, Angeln, beim Campen oder Segeln erfrischend und kühl. Wer viel unterwegs ist, sollte über eine Kühlbox nachdenken. Egal ob für Picknick, Tagesausflug mit dem Auto oder am Baggersee – frische Lebensmittel und kühle Getränke sind angenehm. Der Markt bietet eine große Angebotsvielfalt. Grundsätzlich sind vier Arten von Kühlboxen erhältlich:
1. Absorber-Kühlbox
Die integrierte Technik arbeitet nach dem Prinzip der Absorptionskälte. Kurzum: Im Gegensatz zur Kompressionskältemaschine erfolgt die Verdichtung durch eine temperaturbeeinflusste Lösung des Kältemittels. Die Absorberkühlung funktioniert stromunabhängig mit Gas, per 230-Volt-Anschluss oder Energiezufuhr über den Zigarettenanzünder in Pkw oder Wohnmobil.
Die Umstellung ist recht einfach erledigt. Nachteile der Technik: Die Kühlleistung ist abhängig von der Umgebungstemperatur, bei Schräglage etwa im Auto oder Boot steht nur eine eingeschränkte Funktion zur Verfügung, zudem erfolgt keine volle Kühlleistung bei 12-Volt-Betrieb. Hinzu kommt: Gute Absorberkühlboxen kosten meist zwischen 180 und 250 Euro.
2. Thermoelektrische Kühlbox
Thermoelektrische oder auch Elektrokühlboxen funktionieren mit Strom – und zwar in der Regel mit zwölf, 24 sowie 230 Volt. Sie kühlen zwar weniger gut im Vergleich zur Absorber- und Kompressortechnik, dafür sind die Geräte recht leicht. Für den Einsatz im Auto, beim Camping oder beim Picknick reichen die thermoelektrischen Kühlboxen daher meist aus. Störender Nebeneffekt der Thermoelektrik, die im Fachhandel auch Peltier-Technologie genannt wird, sind Lüftergeräusche. Zwischen 40 und 200 Euro können thermoelektrische Kühlboxkosten kosten.
3. Kompressor Kühlbox
Kompressorboxen sind die Frostmeister unter den mobilen Kälteanlagen. Sie regulieren bis minus 18 Grad Celsius herunter und eignen sich daher auch für Tiefkühlgut. Der Clou: Im Vergleich zu thermoelektrischen Kühlboxen haben sie einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Denn dank des integrierten Kompressors kühlen sie stärker bei geringerem Stromverbrauch. Zudem laufen sie ruhig und leise. Der Anschluss erfolgt meist mit zwölf und 24 Volt. Für die hohe Kühlleistung muss man allerdings auch tiefer in die Tasche greifen: Hochwertige Kompressorboxen kosten schnell zwischen 350 und 500 Euro.
4. Passive Kühlbox
Kühl-Akkus oder Eis werden bei passiven Kühlboxen eingesetzt. Die Behälter können aus Edelstahl oder Kunststoff sein. Zwischen den am Markt erhältlichen Modellen gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Hochwertige Produkte mit gut verarbeiteter PU-Vollschaumisolierung bieten eine deutlich bessere Kühlleistung. Diese Boxen kosten dann allerdings auch rund 150 bis 220 Euro. Letztlich entscheiden Einsatzart, die Häufigkeit der Nutzung sowie das verfügbare Budget darüber, welche Kühlbox in Frage kommt. Wenig Verhandlungsspielraum besteht allerdings beim richtigen Gebrauch von Kühlboxen. Das heißt: Wer die folgenden Tipps umsetzt, kühlt besser:
- Essen und Getränke im Kühlschrank vorkühlen, das spart Wartezeit und Energie
- Kälte-Akkus im Gefrierschrank auf Minus-Grade bringen, das unterstützt die Kühlfunktion
- Kühlbox nie in die Sonne stellen, im Schatten muss die Box weniger arbeiten
- Lüftungsgitter nie abdecken, denn zum Kühlen braucht die Box Frischluft
- Deckel nur kurz öffnen, mit jedem Schwall warmer Luft gelangt auch Kondenswasser in die Box
Der Alltag bietet täglich neue Schwierigkeiten und Probleme. Oft kommt es dabei auf das "Gewusst wie" an. Aus der Praxis gegriffene Tipps und Tricks bringen bares Geld in Ihre Haushaltskasse.
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