Haushalt
Staubsaugen wie ein Profi
02.10.2011
Von Florian Junker
Modelle von Topmarken können einige hundert Euro kosten. Wer weder die Größe einer Hollywoodvilla, noch hochempfindliche Oberflächen zu reinigen hat, kann allerdings auch mit einem vergleichsweise preiswerten Staubsauger ohne viele Extras glücklich werden. Geldsparen erklärt, welche Details beim Neukauf wichtig sind und wie man die Leistung eines älteren Geräts nachhaltig verbessert - und damit langfristig Geldbeutel und Umwelt schont.
Früher war Staubsaugen reine Männersache. Kein Wunder, denn der Anfang des 20. Jahrhunderts von einem englischen Ingenieur gebaute Prototyp hatte das Ausmaß einer Dampflokomotive und wurde von Pferden gezogen, die üppigen Schläuche des Geräts mussten von mehreren Männern ums Haus gelegt werden. Über 100 Jahre später haben Staubsauger etwas weniger Volumen und dafür einige technische Finessen mehr zu bieten. Aber wie bekommt man mit einem modernen Gerät das perfekte Ergebnis? Wie Sie in Zukunft Staubsaugen wie ein Profi.
Starke Leistung
Eine hohe Wattzahl bei der Motorleistung mag für die Mitarbeiter eines Elektromarktes ein hervorragendes Verkaufsargument für einen neuen Staubsauger sein. Allerdings sagt dieser Wert nur, wie stark der Motor des Geräts ist, nicht unbedingt wie gut es damit arbeitet. Bei einem Test der Stiftung Warentest zum Beispiel schnitten einige Staubsauger um die 1.200 Watt deutlich besser ab als andere mit 1.600 Watt. Werfen Sie vor dem Neukauf deswegen lieber einen Blick auf die tatsächliche Saugleistung. Ein gutes Reinigungsergebnis gibt's bereits ab 250 Watt. Powersauger bieten heute 450 Watt und mehr, das macht sich allerdings unter Umständen auch im Anschaffungspreis und im Stromverbrauch bemerkbar.
Aber auch Zeit sparen kann ein neuer Staubsauger: Nämlich dann, wenn er pro Quadratmeter mehr Staub zieht als andere. Testen Sie dafür am besten schon im Laden mit der flachen Hand, wo das laufende Gerät an der Düse Luft einzieht. Ideal: Eine Bodendüse, die spürbar mittig, aber auch seitlich saugt, so werden Brösel und Staubflusen bei gleicher Fläche flotter entfernt.
Clevere Handhabung
Erfahrene Reinigungskräfte räumen alles zur Seite bzw. stellen Stühle, Taschen und Co. hoch, bevor sie den Staubsauger das erste Mal anwerfen. Und das hat gleich mehrere gute Gründe! Während dem Saugen liegt und steht nichts im Weg, es gibt keinen Grund zum Bücken und Herumrücken. Ganz nebenbei läuft der Staubsauger seltener im Leerlauf, ist oft deutlich kürzer eingeschaltet und verbraucht entsprechend alleine deswegen deutlich weniger Strom.
Versuchen Sie darüber hinaus bewusst, nicht in Kurven zu saugen, sondern glatte Bahnen zu ziehen, ähnlich dem „Hin- und Hermuster“ des Rasenmähers auf dem Fußballfeld. Auf diese Weise geht man im Idealfall immer nur einmal über jede Stelle, das spart Zeit, entsprechend wieder Strom und schont langfristig Teppich-, Holz- und Fliesenböden.
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