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Grillen

Richtig reiner Rost

15.04.2012
Von Florian Junker
Mit den ersten Sonnenstrahlen rückt auch die Grillsaison näher. Der Brutzelspaß hat aber auch eine Schattenseite: fest eingebrannter Dreck auf dem Rost. Geldsparen zeigt, wie Sie ohne Chemiekeule das beste Stück des Grills einfach, kostengünstig und nachhaltig sauber bekommen.
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Es gibt unter Grillfreunden zwei grundsätzliche Spezies: Folienfans und Roströster. Gesünder ist es, sein Grillgut nicht direkt den Flammen auszusetzen. Denn beim Verbrennen von Fett können krebserregende Stoffe entstehen. Deshalb empfehlen Mediziner, Fleisch, Fisch und Co. besser nicht direkt auf den Rost zu legen, sondern dazwischen Alufolie oder eine Grillschale zu platzieren.

Umweltfreunde verwenden dazu wiederverwendbare Grillplatten aus Stein oder Metall, die weniger Müll verursachen. Der „Flammen-Kuss“ ist aber für die echten Knusper-Fans unersetzlich und das Genussmittel muss möglichst direkten Kontakt zur Glut haben. Der Nachteil: Am Ende des Grillevents bleibt meist ein stark verkrusteter Rost zurück, den man in der Regel noch lange schrubbt, wenn die letzten Würstchen längst verspeist sind. Geldsparen hat ein wirksames Wellnessprogramm zusammen gestellt, wie man den Grillrost schnell, schonend und umweltfreundlich sauber pflegt:
Feuchtigkeit spenden

Sie haben im eigenen Garten gegrillt? Perfekt, dann lassen Sie den Rost einfach auskühlen und legen ihn bis zum nächsten Morgen auf den Rasen. Dort sammelt sich über Nacht Tau und der zieht schön langsam in den Dreck ein. Am nächsten Morgen lässt sich das gute Stück dann relativ leicht mit Spülmittel und einem Schwamm reinigen. Balkongriller und mobile Brutzler können ihren Rost allerdings schlecht über Nacht einfach im Gras liegen lassen.

Hier bilden mitgebrachte Zeitungen eine perfekte Alternative. Dazu das Papier richtig schön mit Wasser tränken, damit großzügig den abgekühlten Grillrost einschlagen und das Ganze in eine Plastiktüte packen. Die Nässe im Inneren des so entstehenden Pakets durchfeuchtet ebenfalls die Verkrustungen. Im Normalfall reicht es dann, einen Tag später das Metallgitter mit dem noch feuchten Papier abzureiben und Ihr Grill ist wieder einsatzfähig. Wenn die Verkrustungen schon länger angetrocknet sind, kann jedoch auch noch eine extra Behandlung nötig sein.

Ein Bad einlassen


Bei sehr hartnäckigen Verkrustungen kommt man um das unpraktische Einweichen kaum herum. Ein altes Handtuch in der Badewanne, bewahrt sie wenigstens vor unschönen Kratzern und verringert die Verschmutzung. Soviel Wasser einfüllen, dass der Stoff und damit der Grillrost schön feucht sind. Jetzt ein bis zwei Packungen Backpulver auf das Metallgitter streuen und ein paar Stunden warten. Die Behandlung sollte die gröbsten Verkrustungen lösen. Einen ähnlichen - wenn auch nicht ganz so umweltfreundlichen und kostengünstigen - Effekt hat ein kurzes (ca. 30 Minuten) Bad in Salmiakgeist (Liter ca. fünf Euro). Dazu den Rost in ein nur knapp größeres Gefäß geben, gerade mit Wasser bedecken und 100 Milliliter der Chemikalie dazugeben. Als grüne Alternative kann eine Einreibung des noch warmen Rosts mit einer Mischung aus Apfelessig (250 Milliliter) und Zucker (zwei Esslöffel) die spätere Reinigung ebenfalls stark erleichtern.
 

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