Was das Ausglühen bringt
Peelen, peelen, peelen
Für den Feinschliff am nächsten Morgen sind Kaffeetrinker bestens gerüstet. Denn Kaffeesatz eignet sich sehr gut als kostenlose und umweltfreundliche Schmirgelpaste, um mit einem Schwamm und etwas warmem Wasser die letzten Reste vom Feste zu beseitigen. Etwas teurer aber dafür noch präziser ist abrasive Zahnpasta für extra weiße Zähne. Diese auf den Rost auftragen, kurz wirken lassen und mit einer angefeuchteten alten Zahnbürste abpolieren. Allerdings ist die finale Reinigung der letzten Winkel mit kostspieligen Spezialpartikeln und Bürstchen nur etwas für filigrane Liebhaber. Wer mit dem einen oder anderen dunklen Punkt leben kann, kann auch viel einfacher zum Grillgenuss kommen.
Gut einwirken lassen
Die wohl beliebteste Methode für den reinen Rost unter Hardcore-Grill-Fans ist Ausglühen. Dazu wird am Ende des Grillabends nochmal richtig die Kohle angefacht oder das Gas aufgedreht. Die hohe Hitze verbrennt die meisten Rückstände von Fleisch und Würstchen auf dem Metallgitter. Danach gönnen die Grillfreunde ihrem Rost am besten in noch warmen Zustand eine Abreibung mit einer Stahlbürste, um den verbleibenden Ruß zu entfernen. Die Ausglüh-Methode kann auch helfen, wenn alte Verkrustungen anders gar nicht mehr zu lösen sind. Spezialisten nehmen dafür einen Gasbrenner und erhitzen Problemstellen bis zur Rotglut. Danach bleiben in der Regel nur noch leicht zu entfernende Kohlereste übrig.
Geschmeidig pflegen
Noch leichter wird die Reinigung bei allen Methoden übrigens, wenn man vor dem Grillen den Rost mit Fett einreibt. Dazu einfach ein paar Tropfen Sonnenblumenöl auf ein Küchenpapier geben und vorher das Metallgitter von beiden Seiten vorbehandeln. Das verhindert teilweise das Ankleben des Grillguts und vermindert so das Einbrennen. Oft reicht dann schon ein Gang im stärksten Programm der Spülmaschine und der Grillrost funkelt wie neu und wartet nur noch auf den heißen Kuss der Flammen.
Grillen
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Leserkommentare
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04.07.2010 00:41 Uhr
Thomas von Ledebur: Echter Griller
Muß euch leider enttäuschen. Der echte Griller macht den Grill nicht sauber. Der nutzt allerhöchstens mal die Ausbrenngeschichte, reibt aber sofort danach seinen Rost wieder mit Öl ein, damit die Patina sich wieder schön bildet und den Rost schützt. Wir wollen eine gewisse Schmierschicht auf dem Rost, da er ihn schützt! Ständiges sauberputzen schadet mehr als es nutzt. Aber ich rede natürlich auch von echten Grills mit echten gußeisernen Rosten
Foto: colourbox.com ID:2594