Grillen
Grüner Brutzeln
15.04.2012
Von Florian Junker
Wie brutzle ich mein Steak oder den Maiskolben möglichst günstig, gesund und ohne die Umwelt zu belasten? Geldsparen verrät die besten Tricks für nachhaltigen Grillspaß.
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Ob auf Balkon oder Terrasse, auf dem Grillplatz am See oder im Schrebergarten: Knusprig Gebratenes vom Rost macht Frühling und Sommer erst richtig lecker. Leider steckt der Grillspaß für umweltbewusste Schlemmer voller Tücken. Denn Holzkohle kann aus Tropenholz-Raubbau stammen, Fleischsaftspritzer giftige Dämpfe erzeugen und der falsche Grill unnötig viel CO2 in die Atmosphäre blasen. Glücklicherweise muss keiner aus ökologischen Gründen auf das Brutzelvergnügen verzichten – dank unseren Tipps zum grüneren Grillen.
Der Grill
Die schlechte Nachricht zuerst: Grillen ist eher schädlich für die Umwelt. Vor allem die gern genutzten Kohlegrills, die dem Fleisch seinen zart-rauchigen Geschmack verleihen, sind echte CO2-Schleudern, hat eine Schweizer Studie gezeigt. Danach wird bei einem durchschnittlichen Grillabend 6,7 Kilogramm Kohlendioxyd in die Luft geblasen – eine ähnliche Menge wie bei einer Autofahrt von 35 Kilometern. Schuld an den schlechten Werten ist auch die Ungenauigkeit des Holzkohlegrills: Wirft man nur zwei Spieße auf den Grill, braucht man genauso viel Glut, wie wenn man den Rost richtig voll macht.
In jedem Fall muss man die Kohle ca. 30 Minuten „vorglühen“ lassen. Wer auf das Grillvergnügen nicht ganz verzichten möchte, kann mit dem Umsteigen auf einen Gasgrill etwas fürs grüne Gewissen tun. Denn Grillen mit Gas ist deutlich umweltschonender, die Emissionen sind fast nur ein Drittel so hoch. Gas wird außerdem nur dann verbraucht, wenn es nötig ist: der Gasgrill wird erst kurz vor dem Einsatz angestellt, ist die Grillparty vorbei, lässt sich der Hahn einfach abdrehen - so wird keine Energie verschwendet.