Was zu welchem Preis angeboten wird
Das Sortiment
Der Blick ins Supermarkt-Regal macht es deutlich: Das Sortiment der angebotenen Fair-Trade-Produkte wird immer breiter. Zahlen von Transfair bestätigen dies: Trugen 2007 noch rund 800 Produkte das Fairtrade-Siegel, waren es ein Jahr später schon rund 1.000. Das Angebot reicht von den Klassikern des fairen Handels, dem Kaffee und der Banane, über Orangen, Datteln, Vanille, Tee, Kakao, Schokolade und Blumen bis hin zu Sportbällen und Wein. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel werden deutschlandweit in 30.000 Supermarkt-Filialen und 800 Weltläden angeboten.
Das klingt nach viel, allerdings bekommt man die fair gehandelten Waren in den Supermärkten oft nur in sehr kleiner Auswahl. Keine Handelskette listet das gesamte Sortiment. Andere Länder sind da schon weiter: Während sich in Großbritannien durchschnittlich mehr als 100 Fair-Trade-Produkte in den Regalen eines Supermarktes finden, sind es in Deutschland nicht einmal zehn – meist ein oder zwei Kaffeesorten, Tee, Orangensaft und vielleicht noch Schokolade. Immerhin: Auch die Discounter mischen inzwischen kräftig mit. Lidl, Penny, Aldi und Plus locken ihre Kunden immer wieder mit Angeboten an fair gehandelter Ware in die Filialen.
Die Preise
Grundsätzlich gilt: Fair gehandelte Waren sind meist etwas teurer als „normale“ Produkte. Doch was heißt das genau? Um beim Kaffee zu bleiben: Die Stiftung Warentest prüfte Kaffee in einer Preisspanne von 2,50 Euro bis 5,70 Euro. Fair gehandelter Kaffee kostete ab fünf Euro je Pfund, während der günstigste Discounter-Kaffee für die Hälfte zu haben war. Allerdings muss man für Markenkaffee normalerweise zwischen 3,10 und 4,30 Euro bezahlen, und ausgefallene Sorten wie Kaffee aus Äthiopien kosten praktisch genauso viel wie fair gehandelte Ware.
Fairer Handel
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