Wer kennt sie nicht, die guten oder zumindest gut gemeinten Ratschläge echter und selbst ernannter Experten rund ums Essen und das leidige Thema Gewicht? Wir sagen, was an fünf der populärsten Ernährungsmärchen wirklich dran ist – und wie man es schafft, sich gesund zu ernähren, ohne sich zu kasteien.
2. Margarine ist gesünder als Butter
Kommt auf die Menge an, die man zu sich nimmt – sowohl Butter als auch Margarine sind Kalorienbomben. Grundsätzlicher Unterschied: Butter enthält tierische Fette, Margarine pflanzliche. Bestimmte Bestandteile pflanzlicher Fette sind wichtig für den Körper, weil er diese Stoffe nicht selbst bilden kann. Dabei ist aber auch Margarine nicht gleich Margarine, denn die Öle, aus denen sie gewonnen wird, haben unterschiedliche Eigenschaften: Rapsöl beispielsweise hat eine gute Fettsäure-Kombination, ebenso Distelöl, Sojaöl und Olivenöl. Deshalb sollten Verbraucher bei Margarine darauf achten, dass sie möglichst aus diesen Ölsorten hergestellt worden ist.
Außerdem empfehlen Ernährungsexperten ungehärtete Margarine – denn durch das Härten werden die Vorteile pflanzlicher Fettsäuren wenigstens teilweise wieder zunichte gemacht. Und was ist nun mit der Butter? Die ist auch wichtig, denn sie liefert nicht nur Kalorien, sondern auch die Vitamine A und D. Fazit: Beides nutzen – aber in Maßen.
3. Fünf kleine Mahlzeiten sind besser als drei große
Auch hier kommt’s drauf an: Wer nur zu den drei Hauptmahlzeiten isst, läuft eher Gefahr, dass er zwischendurch Hunger bekommt und nascht. Bei fünf Mahlzeiten besteht hingegen das Risiko, dass man bei jeder einzelnen zu viel zu sich nimmt. Dennoch rät die DGE zu fünf kleineren Mahlzeiten, „da das Hungergefühl meist geringer ist, Heißhungerattacken eher verhindert werden können und die Lebensmittelauswahl abwechslungsreicher gestaltet werden kann“. Als Zwischenmahlzeiten kommen vor allem Obst, Gemüse und fettarme Milchprodukte in Frage. Die Zusammensetzung der Mahlzeiten spielt generell die größte Rolle: Hauptbestandteile des Essens sollten Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sein. Und: Abwechslung und Vielfalt sind wichtig – sonst wird’s schnell langweilig, ganz egal ob drei- oder fünfmal am Tag.