4. Spätes Essen macht dick
Das sogenannte „Dinner Cancelling“ als Grundlage fürs Abnehmen ist eine umstrittene Methode. Denn noch ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen, dass Essen am Abend zu einer Gewichtszunahme führt. Viel eher spielt eine Rolle, wie viele Kalorien man insgesamt über den Tag verteilt aufnimmt. Die Gesamtbilanz muss stimmen: Wer mehr Kalorien aufnimmt, als er verbraucht, der legt an Gewicht zu – ganz einfach. Deshalb ist es wichtig, insgesamt nicht mehr als rund 2.000 bis 2.400 Kilokalorien pro Tag zu sich zu nehmen. Die genauen Werte hängen von Geschlecht, Alter und körperlichen Tätigkeiten ab und sind auch unter Experten nicht unumstritten. Manche Fachleute halten die 2.000 Kilokalorien, die beispielsweise als Grundlage für viele Nährwertangaben auf Lebensmittelpackungen genutzt werden, schon für zu viel.
5. Morgens soll man essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann
Siehe oben – auf die Gesamtbilanz kommt’s an. Außerdem ist das auch eine sehr persönliche Sache: Viele Menschen können morgens gar nicht viel essen und müssten sich überwinden, um dem obigen Ratschlag nachzukommen. Viel wichtiger als die Frage nach dem Wann der Nahrungszufuhr ist die Frage nach dem Wie: langsam essen und genießen. Genug gegessen hat man, wenn man das Gefühl hat, satt zu sein. Doch Vorsicht: Wer es eilig hat, läuft eher Gefahr, zu viel zu sich zu nehmen – ehe Schnellesser merken, dass sie satt sind, haben sie vielleicht schon zu viel gegessen. Und schließlich gibt es noch einen ganz einfachen Indikator dafür, dass die zugeführte Energiemenge ausreicht: Wenn das Gewicht konstant bleibt.